Dasselbe gilt normalerweise auch für Beschimpfungen mittels Briefform und E-Mail (TRECH- SEL/LEHMKUHL, a.a.O., N 7 zu Art. 177 StGB m.w.H.). Provokation kann auch geltend gemacht werden, wenn der «Beschimpfer» in Sachverhaltsirrtum (Art. 13 aStGB) annahm, es liege ein Provokationsgrund vor (TRECHSEL/LEHMKUHL, a.a.O., N 7 zu Art. 177 StGB mit Verweis auf BGE 117 IV 270). Das Gericht kann gemäss Art. 177 Abs. 3 aStGB sodann «von Strafe absehen, wenn die streitenden Teile sich selber schon an Ort und Stelle Gerechtigkeit verschafft haben und der Streit zu unbedeutend ist, als dass das öffentliche Interesse nochmalige Sühne verlangen würde» (vgl. etwa BGE 72 IV 20, ähnlich BGE 82 IV 177).