Den Opfern blieb mithin kaum etwas übrig. Dadurch stieg der Druck, möglichst viele Kunden zu bedienen. Auch die Bedingungen während sieben Tagen in der Woche an 24 Stunden zur Verfügung zu stehen, veranschaulicht den Druck, unter dem die Opfer standen. Abgesehen von den Bordellbetreiberinnen und den anderen Sexarbeiterinnen kannten die Opfer niemanden in der Schweiz, hatten keinerlei Geld und waren der Ortssprache nicht mächtig. Sie hätten daher beispielsweise keine Möglichkeit gehabt, ein Rückflugticket nach Thailand zu buchen. Insgesamt waren sie der hiesigen Sprache nicht mächtig, nicht ortskundig und finanziell mittellos.