Gemäss einer Typologie von Schorsch, welche sich in der Gutachtenpraxis bewährt habe, könnten pädophile Handlungen auch im Alter (auch ohne jegliche krankheitswertige hirnorganische Veränderungen) relativ häufig auftreten, wenn der betreffenden Person der Mut und die Gelegenheit fehle, adäquate sexuelle Beziehungen aufzunehmen, weswegen sie sich dann Kindern zuwende. Dabei handle es sich um eine Ersatz- und nicht um eine Neigungshandlung, wie bei Tätern mit pädophiler Haupt- und Nebenströmung (pag. 650 f.).