Im Gegensatz dazu hat das Bundesgericht die Anwendung von Art. 6 OBG mehrfach bestätigt, zuletzt in BGE 144 I 242. Darin nahm das Bundesgericht Bezug auf die Entscheide des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes Krumpholz gegen Österreich (Urteil vom 18.3.2010, Nr. 13201/05) und Falk gegen Niederlande (Urteil vom 19.10.2004, Nr. 66273/01) und bejahte schliesslich die Vereinbarkeit von Art. 6 OBG mit der Unschuldsvermutung und dem nemo-tenetur-Grundsatz, während es die Anwendbarkeit der Bestimmung auf juristische Personen verneinte.