Das mit neueren Reifen einhergehende dickere Profil trägt zu einem grösseren Radumfang bei, wodurch sich gleichsam der für die Berechnung der Geschwindigkeit entscheidende Abrollumfang vergrössert. Bildlich gesprochen ist die mit einer Radumdrehung zurückgelegte Distanz bei einem neuen Pneu grösser und damit die effektive Geschwindigkeit höher, als wenn der Reifen bereits abgefahren wäre. Das Verhältnis zwischen der effektiven und der auf dem Tacho angezeigten Geschwindigkeit wirkte sich somit zu Gunsten des Beschuldigten aus (vgl. dazu auch das Pneurechnerbeispiel im Antwortschreiben vom 8. November 2018, pag.