Es scheine eine Depressionsabwehr mit vorwiegend unreifen Abwehrmechanismen, mit einer anhaltenden Agitiertheit und einer interaktionellen Inszenierung der depressiven Dynamik sowie mit einer Externalisierung und Projektion damit einhergehend aggressiver Regung auf seine Frau im Vordergrund zu stehen. In psychodynamischer Perspektive erfülle dabei seine Frau – ähnlich wie bereits nach dem massiven Angriff des Beschuldigten auf sie im Jahr 1999 – die Funktion einer Projektionsfläche bzw. eines Gefässes für eigene (abgewehrte) aggressive und depressive Selbstanteile ihres Mannes, wodurch sie ihn teilweise von einem