Umso weniger wäre der Spurwechsel bei einer zusätzlichen Beschleunigung und freier Sicht zur Seite mit einem derart kleinen Abstand zum nachfolgenden Fahrzeug erfolgt. Unter Berücksichtigung des hohen Tempos des Berufungsführers und des knappen Abstandes beim Spurwechsel zum nachfolgenden blauen Personenwagen erscheint es höchst unwahrscheinlich, dass die finale Entscheidung, die Route anzupassen, erst gefällt wurde, als der Berufungsführer den blauen Personenwagen bereits passiert hatte. Dies gilt umso mehr, als der Berufungsführer um den schlechten Gesundheitszustand seines Sohnes wusste bzw. dieser bereits seit der Abfahrt aus der Schule Gesprächsthema war.