Der Beweiswert eines Y-Haplotypen werde durch seine relative Häufigkeit in einer bestimmten Population definiert. In einem ersten Schritt könne mittels einer Abfrage des gesuchten Haplotypen in der Referenzdatenbank geprüft werden, ob der gesuchte Haplotyp in der Referenzdatenbank bereits erfasst worden sei und falls ja, wie oft. Ergebe sich keine Übereinstimmung mit dem in der Spur detektierten Haplotypen, so könnten verschiedene Verfahren zu Anwendung kommen, um dennoch die Häufigkeit des Profils zu schätzen. Der in diesem Gutachten angegebene Schätzwert der Haplotypenhäufigkeit beruhe auf der «Discret Laplace» (DL) Methode.