Im vorliegenden Fall handle es sich nicht um herkömmliche autosomale DNA-Profile, sondern um DNA-Profile Y-chromosomalen Ursprungs. Im Unterschied zu einem «Standartprofil» würden bei einem Y-STR-Profil alle Marker auf demselben Chromosom liegen und gemeinsam weitervererbt werden. Die Marker seien vollständig gekoppelt und nicht frei kombinierbar. Es müsse also, um die Häufigkeit einer bestimmten Merkmalskombination eines Y-Profils zu schätzen, dieses gegen eine repräsentative Datenbank abgeglichen werden. Das Y-STR-Profil in seiner Gesamtheit werde als «Haplotyp» bezeichnet.