Je nach Qualität einer Erinnerung, schreitet der Prozess des Vergessens mit unterschiedlicher Geschwindigkeit voran. Grundsätzlich kann bei erlebnisbasierten Aussagen erwartet werden, dass sie zumindest in gewissen Aspekten über eine längere Zeitspanne konstant reproduziert werden können. Dies bezieht sich beispielsweise auf Aspekte des Kerngeschehens, unmittelbar am Kerngeschehen beteiligte Personen und die Tatörtlichkeiten. Hinsichtlich der Aspekte ausserhalb des Kerngeschehens ist dagegen mit einer weniger grossen Konstanz zu rechnen (LU- DEWIG/BAUMER/TAVOR, a.a.O., S. 64).