Die Diagnose einer Schmerzstörung sei hingegen häufig mit einer Vielzahl depressiver Begleitsymptome behaftet, was die Diagnosedifferenzierung erschwere. Entscheidendes Kriterium bleibe jedoch das zeitliche Kriterium, dass eigenständige Depressionen per definitionem episodischen bzw. intervallartigen (bei rezidivierenden Störungen) Schwankungen unterliegen. Die Diagnose einer einmaligen depressiven Episode wäre rückwirkend denkbar, jedoch würde dies zum einen mit der Diagnosestellung der Somatisierungsstörung interferieren (unabhängiges Auftreten der Erkrankung von affektiven Episoden).