Ist nicht zu erwarten, dass der Verurteilte weitere Straftaten begehen wird, so verzichtet das Gericht auf einen Widerruf. Es kann den Verurteilten verwarnen oder die Probezeit um höchstens die Hälfte der im Urteil festgesetzten Dauer verlängern (Art. 46 Abs. 2 StGB). Entscheidendes Kriterium für bzw. gegen den Widerruf des bedingten Strafvollzugs ist die Prognose (SCHNEIDER/GARRÉ, Basler Kommentar StGB, 3. Aufl. 2013, N. 2 zu Art. 46 StGB). Die Beschränkung einer Berufung ist nur insoweit zulässig, als eine rechtlich und tatsächlich getrennte Überprüfung möglich ist (EUGSTER, in: Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, N. 6 zu Art.