Ergänzend hält die Kammer fest, dass nicht tatbestandsmässig handelt, wer die Bezichtigung bei der Behörde wider besseres Wissen vorbringt, eine Strafuntersuchung gegen die entsprechende Person wegen der fraglichen Handlung aber bereits hängig ist. Dasselbe gilt gemäss herrschender Lehre und höchstrichterlicher Rechtsprechung, wenn bezweckt wird, eine hängige Strafuntersuchung fortdauern zu lassen (BSK StGB-DELNON/RÜDY, N 30 zu Art. 303 mit Verweis auf BGE 111 IV 159, 164, 102 IV 103, 106 f. und BGer 6B_859/2014 vom 24. März 2015, E. 1.3; TRECHSEL/PIETH, Schweizerisches Strafgesetzbuch Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2018, 3. Auflage, S. 1502 N 9).