BGE 132 IV 112 E. 2). Dasselbe gilt, wenn jemandem «kriminelle Energie» zugeschrieben wird (RIKLIN, a.a.O., N. 21 vor Art. 173 StGB). Auch der Vorhalt, jemand habe gelogen oder sei unehrlich, ist ehrverletzend (BGE 78 IV 32; BGE 80 IV 168). Der Tatbestand von Art. 173 Ziff. 1 StGB setzt weiter voraus, dass die Äusserung einem Dritten gegenüber erfolgt. Dabei genügt es, wenn es sich um eine einzige Person handelt (RIKLIN, a.a.O., Art. 173 StGB N. 6). Dritter ist jede Person, die nicht mit dem Verletzer oder dem Betroffenen identisch ist (vgl. BGE 86 IV 209).