Unklar sei heute, wie diese Auffälligkeiten diagnostisch eingeordnet werden könnten. Denkbar sei, dass das paranoide Syndrom cannabisinduziert gewesen sei und sich im Zuge der Cannabis-Abstinenz in der Untersuchungshaft allmählich zurückgebildet habe. Denkbar sei auch, dass die junge Erwachsene eine psychische Störung aus dem schizophrenen Formenkreis entwickle; möglicherweise lege sie auch nicht alle Symptome, die sie erlebt habe, offen. Es könne sein, das sich allein als Folge der reizarmen Umgebung in der Untersuchungshaft das Zustandsbild wieder stabilisiert habe.