427 Abs. 2 StPO. Ob der Privatkläger die Einleitung des Verfahrens mutwillig oder grob fahrlässig bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat, ist ohne Belang. Voraussetzung für die Entschädigungspflicht des Privatklägers ist einzig, dass – wie im vorliegenden Fall – der Beschuldigte bei Antragsdelikten obsiegt (Beschluss der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern vom 22. Mai 2012 E. 8, vgl. auch BGE 138 IV 248 E. 4.2.3 S. 253 zu Art. 427 Abs. 2 StPO). Wie bereits erwähnt ist nicht davon auszugehen, dass das Bundesgericht in BGE 139 IV 45 eine Praxisänderung vorgenommen hat (vgl. Ziff. II. 6.4 vorne).