LUDEWIG/TAVOR/BAUMER führen im erwähnten Aufsatz aus, dass man sich bei der Einschätzung einer Aussage häufig auf Emotionen und das Weinen eines Opfers verlasse bzw. es als Indiz für die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen werte, während das Fehlen entsprechender Emotionen als Lügensymptom gedeutet werde. Dies sei gefährlich, weil der gezielte Einsatz von Emotionen auch Teil einer Täuschungsstrategie sein könne (LUDEWIG/TAVOR/BAUMER, a.a.O., S. 1422). Sie führen weiter aus, dass man sich umso mehr auf nonverbale Aspekte verlasse, wenn man mit den Umständen eines Falls wenig vertraut sei.