Ein Bericht über die erfolglose Suche weiterer Spuren erfolgt praxisgemäss nicht. Die Verteidigung geht folglich fehl in der Annahme, der KTD habe am Tatmesser nur nach Blutspuren gesucht. Aus dem Umstand, dass keine männliche DNA- Komponente auf dem Tatmesser festgestellt werden konnte, kann nicht auf eine mangelhafte Ermittlungsarbeit geschlossen werden. Hätte eine männliche Person ohne Handschuhe zu tragen und ohne anschliessende Reinigung der Tatwaffe, diese am Griff grossflächig berührt, hätte sich die männliche DNA (durch Schweiss, DNA-Abriebe o.a.) mit dem asservierten Blut vermischt.