Letztlich sei von deutlich niedrigeren Werten als den statistischen Rückfallwahrscheinlichkeiten auszugehen, die aber im Rahmen der Individualprognose schwierig zu beziffern seien. Hinsichtlich Sexualdelinquenz gegenüber Kindern sei jedoch von einer weniger deutlichen Senkung der Rückfallwahrscheinlichkeit auszugehen. Für Gewalt- und Sexualdelinquenz dürfte der Explorand zwar im Vergleich zur jeweiligen Inzidenzrate der Allgemeinbevölkerung ein jeweilig höheres Rezidivrisiko haben – es spreche allerdings aktuell mehr dagegen als dafür, dass ein jeweiliges Rezidiv in den nächsten fünf Jahren auftrete.