Die Abgrenzung zwischen Sachverhalts- und Verbotsirrtum hängt nicht davon ab, ob die unzutreffende Vorstellung eine Rechtsfrage oder ausserrechtliche Tatsachen betrifft. Vielmehr gilt nicht nur der Irrtum über beschreibende (deskriptive) Merkmale, sondern auch die falsche Vorstellung über Tatbestandsmerkmale rechtlicher (normativer) Natur als Sachverhalts- und nicht als Rechtsirrtum (BGE 129 IV 238 E. 3.2 S. 241; DONATSCH/TAG, Strafrecht I, 9. Aufl. 2013, § 26 S. 288 m.w.H.; HEI- NE/JENNY/KUNZ/VEST, Tatbestands- und Verbotsirrtum, ZStrR 129/2011, S. 120).