Es wird dort das Tatmuster beachtet, dieses ist eine hervorragende Informationsquelle für psychiatrische Sachverständige. Es fragt sich, welche Kriminalitätsentwicklung allenfalls zur aktuell relevanten Tat geführt hat, d.h. ob die Tat Ausdruck einer bestimmten Lebensphase oder eines eingeschliffenen Verhaltensmusters einerseits oder einer kurzfristigen reaktiven Störung anderseits ist (individuelle Delinquenzhypothese). Relevant ist weiter, wie sich ein Täter zu seiner psychischen Störung und zu seiner Tat stellt und wie sein spezifisches Konfliktverhalten einzuschätzen ist. Schliesslich werden Therapiemöglichkeiten und -bereitschaft einer näheren Prüfung unterzogen.