Bei der Risikoanalyse ist grundsätzlich eine Gesamtwürdigung von Tat und Täter vorzunehmen. Es muss eine Würdigung der Vorgeschichte einerseits und der späteren Entwicklung anderseits erfolgen. Die sog. statischen Risikofaktoren setzen sich aus anamnestischen Daten, persönlichkeitsgebundenen Dispositionen und kriminologischen Faktoren zusammen. Diese werden in Beziehung gesetzt zu dynamischen Risikofaktoren, die durch Therapie oder andere Interventionen beeinflussbar sind. Diese ändern sich und bestehen aus klinischer Symptomatik, Einstellung und Verhalten in verschiedenen Situationen.