Die Beschuldigten hätten nie erklären können, weshalb sie das Inserat noch während mehr als zwei Jahren auf der SVP-Kampagnenseite und auf der SVP- Homepage belassen hätten, obwohl spätestens ab Mitte 2012 überhaupt keine Zweifel mehr daran hätten bestehen können, dass nur ein Kosovare für die Messertat in Interlaken verantwortlich gewesen sei. Dieses Nachtatverhalten räume jeden Zweifel daran beiseite, dass es den Verantwortlichen nicht um die Darstellung eines einzelnen Vorfalls gegangen sei, sondern um eine instrumentalisierte Hetze gegen die Kosovaren als Minderheit, welche insbesondere in rechten Wählerkreisen seit vielen Jahren Ablehnung, Ressentiments und Ausgrenzung erfahre.