Zu einer versehentlichen Schussabgabe war es bereits am 18. März 1982 im Schreibzimmer der Bereitschaftspolizei gekommen, als der Angeschuldigte angeblich den Abzug der SIG-Pistole eines Kollegen testen wollte. Der Schuss ging durchs Fenster ins Freie, verletzte aber niemanden. Der Angeschuldigte wurde damals ebenfalls mit einem Verweis sanktioniert (pag. 1130 ff.). Es kommt hinzu, dass sich der Angeschuldigte am Abend des 19. Mai 2009 in einem emotionalen Ausnahmezustand befand. Der Vorfall bildete den Höhepunkt eines sich über längere Zeit zuspitzenden Nachbarschaftsstreits.