{"Signatur": "BE_OG_005", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2012-02-17", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2011-138_2012-02-17.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/SK_2011_138_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77818ac6e29dfe1039aedc587be72480eeba25ce7b681549ead81e3a028d93d1456894298a429dc6aea863f39d9ff0681f8?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77818ac6e29dfe1039aedc587be72480eeba25ce7b681549ead81e3a028d93d1456894298a429dc6aea863f39d9ff0681f8&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=SK_2011_138", "Checksum": "5d18ed20b08d048ab37bc2cbe418ed16"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["SK 2011 138"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Strafkammern 17.02.2012 SK 2011 138"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres pénale 17.02.2012 SK 2011 138"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Strafkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres pénale"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Strafkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. Strafkammer  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Grobe Verkehrsregelverletzung (Leitentscheid) | Strafgesetz"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 08:48:48", "Checksum": "4422c48e3fc905ab8cbb516b70d646b4", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Strafkammern 17.02.2012 SK 2011 138\nRegeste:\nGrobe Verkehrsregelverletzung (Leitentscheid) | Strafgesetz\n\nSK 2011 138\n\nUrteil der 2. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Bern,\nunter Mitwirkung von Oberrichterin Hubschmid Volz (Präsidentin i.V.), Oberrichter Aebi und\nOberrichter Räz sowie Gerichtsschreiberin Schreiber\n\nvom 15. Februar 2012\n\nin der Strafsache gegen\n\nA.\nvertreten durch Rechtsanwalt X.\nBeschuldigte/Berufungsführerin\n\ngegen\n\nGeneralstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, Postfach 6250,\n3001 Bern\n\nwegen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz\n\nRegeste:\nDie Beschuldigte befuhr mit ihrem Personenwagen die Autobahn A1-West zwischen der\nVerzweigung Weyermannshaus und der Ausfahrt Bern-Neufeld. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit betrug aufgrund der Gesamterneuerung der Stadttangente bloss 60 km/h. Da\nden beiden Polizisten im vorausfahrenden zivilen Polizeifahrzeug der knappe Abstand auffiel, wurde die Fahrt der Beschuldigten aufgezeichnet. Auf einer Messstrecke von 809 Metern wurden 11 Messdaten ausgewertet. Dabei ergaben sich Nachfahrabstände von minimal\n0.26 Sekunden und maximal 0.51 Sekunden. Zur Anzeige gebracht wurden sämtliche Messdaten und nicht bloss der maximale Nachfahrabstand, wie dies der Verteidiger geltend\nmachte. Der Vorrichter verstiess demnach nicht gegen den in dubio pro reo-Grundsatz, wenn\ner alle 11 Messdaten in seine Erwägungen einfliessen liess. Ebenfalls nicht zu greifen vermag das Argument der Verteidigung, das gefahrene Tempo von bloss 60 km/h habe das\nGefährdungspotential erheblich verringert. Denn fehlende Pannenstreifen, wechselnde Fahrbahnverläufe sowie ein- und ausmündender Verkehr führten im Baustellenbereich zu einer\ngesteigerten Grundgefährdung der Strassenbenutzer. Aufgrund der herrschenden Praxis,\ninsbesondere auch des Entscheids des Bundesgerichts 6B_616/2010 vom 19.10.2010 sowie\nder Empfehlung des Strafplenums des Obergerichts vom 10. Dezember 2002, in welcher ein\nzeitlicher Abstand von 0.5 Sekunden als Grenze zur groben Verkehrsregelverletzung festgehalten wurde, hat die Beschuldigte mit ihrer Fahrweise den objektiven Tatbestand von Art. 90\nZiff. 2 SVG damit erfüllt. In subjektiver Hinsicht sagte die Beschuldigte selber aus, sie hätte\neinen grösseren Abstand wahren sollen. Im Nachhinein sei sie sich bewusst, dass ihre\nFahrweise nicht ungefährlich gewesen sei.\n\n1\nAuszug aus den Erwägungen:\n\n[...]\n\n"}