Auf den ersten Blick scheinen Mutter und Tochter ein gemeinsames Interesse an einem „Dach über dem Kopf“ gehabt zu haben, das Interesse an der Art der Umsetzung der Wohnsituation war jedoch verschieden. Während für die Mutter aus Gründen der Praktikabilität primär der vorübergehende Verbleib in der bisherigen Wohnung im Vordergrund stand, ist davon auszugehen, dass für die Tochter auf Grund des Strafverfahrens das Interesse an einer möglichst schnellen neuen Wohnungslösung überwog. Die Tochter konnte kein ernsthaftes Interesse daran gehabt haben, mit dem Angeschuldigten unter dem gleichen Dach zu wohnen.