{"Signatur": "BE_OG_005", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2008-05-19", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2007-316_2008-05-19.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/SK_2007_316_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7788155165cacfe88d33a1b4c740f429f721dd14d73b3b8c7398c88c22cb6674815bb1d21988d109800f86334cba477ab8f?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7788155165cacfe88d33a1b4c740f429f721dd14d73b3b8c7398c88c22cb6674815bb1d21988d109800f86334cba477ab8f&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=SK_2007_316", "Checksum": "3f0100807b0de7a67560d46c8216cbaf"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["SK 2007 316"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Strafkammern 19.05.2008 SK 2007 316"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres pénale 19.05.2008 SK 2007 316"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Strafkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres pénale"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Strafkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "3. Strafkammer  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Anschlussappellation der Privatklägerin (Leitentscheid) | Vergewaltigung"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 09:09:51", "Checksum": "8dba4a327dd9a61a8ccc8245b5085d70", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Strafkammern 19.05.2008 SK 2007 316\nRegeste:\nAnschlussappellation der Privatklägerin (Leitentscheid) | Vergewaltigung\n\nSK-Nr. 2007/316\n\nUrteil der 3. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Bern,\nunter Mitwirkung von Oberrichter Messer (Präsident), Oberrichterin Wüthrich-Meyer und\nObergerichtssuppleantin Bratschi sowie Kammerschreiberin Jaggi\n\nvom 12. März 2008\n\nin der Strafsache gegen\n\nT.\namtlich verteidigt durch Fürsprecher S.\n\nAngeschuldigter\n\nB.\namtlich vertreten durch Fürsprecherin S.\n\nA.\namtlich vertreten durch Fürsprecherin M.\n\nPrivatklägerinnen\n\nwegen qualifizierter Vergewaltigung, qualifizierter sexueller Nötigung etc.\n\nRegeste\nNach dem bernischen Strafverfahren ist eine Anschlussappellation der Privatklägerinnen im\nStrafpunkt nicht zulässig (Art. 340 StrV). Diese Regelung verstösst, wenn der\nPrivatklägerschaft Opferqualität zukommt, gegen Art. 8 Abs. 1 OHG und damit gegen\nBundesrecht. Zulassung der Anschlussappellation der Privatklägerinnen gestützt auf das\nOHG.\nRedaktionelle Vorbemerkungen\nDer Angeschuldigte wurde erstinstanzlich neben anderen Schuldsprüchen wegen\nqualifizierter Vergewaltigung und qualifizierter sexueller Nötigung z.N. von B. und wegen\nVergewaltigung (nicht qualifiziert begangen) z.N. von A. verurteilt. Vom Vorwurf der\nversuchten vorsätzlichen Tötung, evtl. versuchter schwerer Körperverletzung z.N. von B.\nwurde der Angeschuldigte hingegen freigesprochen. Die Vorinstanz sprach B. eine\nGenugtuung und Schadenersatz zu, wobei der noch anwachsende Schaden seit dem 1.\nFebruar 2007 vorbehalten wurde. Der Angeschuldigte wurde ebenfalls zur Bezahlung einer\nGenugtuung an A. verurteilt. Schadenersatz machte A. im vorliegenden Verfahren keinen\ngeltend.\n\nAuszug aus den Erwägungen:\n\n(…)\n\nI. Formelles\n\n(…)\n\nE. Zur Frage des Umfangs der Appellation\n(…) Fürsprecher K. appellierte mit Schreiben vom 19. März 2007 namens des\nAngeschuldigten zunächst vollumfänglich gegen das Urteil des Kreisgerichtes VIII Bern-\nLaupen vom 8. März 2007 (…). Fürsprecherin S. reichte mit Schreiben vom 29. März\n2007 namens der Privatklägerin B. Anschlussappellation im Straf- und im Zivilpunkt ein\n(…). Mit Schreiben vom 30. März 2007 schloss sich Fürsprecherin M. namens ihrer\nKlientin der Appellation ebenfalls im Straf- und Zivilpunkt an. Fürsprecher K. beschränkte\nmit Datum vom 24. Oktober 2007 die Appellation des Angeschuldigten auf die\nUrteilsziffern III.1, III.2 und III.3.2 sowie den Sanktionen- und Kostenpunkt (…).\n\n(…)\n\nDer Angeschuldigte hat die Schuldsprüche wegen qualifizierter Vergewaltigung und\nqualifizierter sexueller Nötigung z.N. von B., wegen Vergewaltigung z.N. von A. und den\nSanktionen- und Kostenpunkt angefochten. Das Urteil des Kreisgerichtes VIII Bern-\nLaupen ist jedenfalls in diesen Punkten zu überprüfen.\n\n2\n(…)\n\n"}