{"Signatur": "BE_OG_003", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2020-07-13", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_003_KES-2020-538_2020-07-13.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2020_538_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778ee712efcfebe44351bd8f15b8a2061e9b01bc19ec7ca8438763bce6df82e50df53e7b0a1add88939bd9182a19950c7dc?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778ee712efcfebe44351bd8f15b8a2061e9b01bc19ec7ca8438763bce6df82e50df53e7b0a1add88939bd9182a19950c7dc&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2020_538", "Checksum": "63aaa1abf3ba2c22718f9f7e2ad8e0f7"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2020 538"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Kindes- und Erwachsenenschutzgericht 13.07.2020 KES 2020 538"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Tribunal de la protection de l'enfant et de l'adulte 13.07.2020 KES 2020 538"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Kindes- und Erwachsenenschutzgericht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Tribunal de la protection de l'enfant et de l'adulte"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Kindes- und Erwachsenenschutzgericht"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kindes- und Erwachsenenschutzgericht  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Fürsorgerische Unterbringung, Fremdgefährdung | Fürsorgerische Unterbringung durch KESB"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 03:35:24", "Checksum": "3421123a03cc71af57bf5a9362812288", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Kindes- und Erwachsenenschutzgericht 13.07.2020 KES 2020 538\nRegeste:\nFürsorgerische Unterbringung, Fremdgefährdung | Fürsorgerische Unterbringung durch KESB\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nKindes- und Erwachsenen- Tribunal de la protection\nschutzgericht de l'enfant et de l'adulte\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern KES 20 538\nTelefon +41 31 635 48 06\nFax +41 31 634 50 53\nObergericht-Zivil.Bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 9. Juli 2020\n\nBesetzung Oberrichter Josi (Vorsitz), Fachrichter Dr. med. Bloch und Fachrichterin Ingold\nGerichtsschreiberin Brönnimann\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nzurzeit Regionalgefängnis Burgdorf, Dunantstrasse 9, 3400 Burgdorf\nBeiständin: C.________, Sozialdienst Saanenland, Bergmattestrasse 21, 3777 Saanenmöser\nvertreten durch Fürsprecherin B.________\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberland\nWest, Amthausgasse 4, Postfach 74, 3714 Frutigen\nVorinstanz\n\nGegenstand Fürsorgerische Unterbringung\n\nBeschwerde gegen den Entscheid der KESB Oberland West vom\n18. Juni 2020 (Ref.-Nr. 11902724/2012-5698)\nRegeste:\nFürsorgerische Unterbringung, Fremdgefährdung:\nEine fürsorgerische Unterbringung darf nicht alleine wegen einer Fremdgefährdung angeordnet werden. Dies schliesst jedoch nicht aus, die Fremdgefährdung als Element für die\nBeurteilung des Schwächezustands und des sich daraus ergebenden Behandlungs- und\nBetreuungsbedarfs zu berücksichtigen, soweit daraus eine Selbstgefährdung resultiert\n(Erforderlichkeit der Unterbringung). Zusätzlich kann die Fremdgefährdung bei der Prüfung\nder Verhältnismässigkeit im engeren Sinne mitberücksichtigt werden (E. 18.5).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. Mit Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberland West\nvom 18. Juni 2020 wurde die fürsorgerische Unterbringung von A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) im Regionalgefängnis Burgdorf bestätigt (pag. 51 ff.).\n\n2. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecherin B.________, mit Schreiben vom 29. Juni 2020 (Postaufgabe am selben Tag)\nBeschwerde und stellte die folgenden Rechtsbegehren (pag. 1 ff.):\n«Der Beschwerdeführer sei aus der fürsorgerischen Unterbringung zu entlassen.\n\nEventuell: sei der Beschwerdeführer zeitnah aus dem Regionalgefängnis Burgdorf zu entlassen und\nin der Wohngemeinschaft Stofel in Unterwasser der Institution Chupferhammer unterzubringen.\n\nSubeventuell: für den Fall, dass die WG Stofel den Beschwerdeführer nicht aufnehmen könne, sei er\nin einer offenen Institution mit betreutem Wohnen unterzubringen\n\n- unter Kosten und Entschädigungsfolgen.»\n\n3. Die Vorinstanz liess sich nicht vernehmen.\n\n4. Die Verhandlung fand am 9. Juli 2020 statt (vgl. pag. 219 ff.).\n\nII.\n\n5. Angefochten ist ein Entscheid einer Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde über\neine fürsorgerische Unterbringung (Art. 426 i.V.m. Art. 428 des Schweizerischen\nZivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]).\n\n6. Gegen einen solchen Entscheid steht die Beschwerde beim Kindes- und Erwachsenenschutzgericht offen (Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 65 des Gesetzes über\nden Kindes- und Erwachsenenschutz [KESG; BSG 213.316]).\n\n7. Die Beschwerde erfolgte frist- (Art. 450b Abs. 2 ZGB) und formgerecht (Art. 450\nAbs. 3 i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB).\n\n2\n8. Die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass.\n\n9. Die Entscheidfindung erfolgt in Dreierbesetzung nach Art. 45 Abs. 3 Satz 1 des\nGesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft\n(GSOG; BSG 161.1).\n\n10. Das Kindes- und Erwachsenenschutzgericht tritt auf die Beschwerde ein.\n\n11. Die Akten des Verfahrens KES 19 585 werden von Amtes wegen beigezogen.\n\nIII.\n\n12. Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht\nwerden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann\n(Art. 426 Abs. 1 ZGB).\n\n"}