{"Signatur": "BE_OG_003", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2019-11-28", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_003_KES-2019-855_2019-11-28.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2019_855_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7787856d83b8931626074a6655615236487ac61c08cb43503563c189d99ba30580be8662b09ee4d889f8d497144abdeeabf?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7787856d83b8931626074a6655615236487ac61c08cb43503563c189d99ba30580be8662b09ee4d889f8d497144abdeeabf&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2019_855", "Checksum": "e657a2c8169a8df2220b399e6858669d"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2019 855"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Kindes- und Erwachsenenschutzgericht 28.11.2019 KES 2019 855"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Tribunal de la protection de l'enfant et de l'adulte 28.11.2019 KES 2019 855"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Kindes- und Erwachsenenschutzgericht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Tribunal de la protection de l'enfant et de l'adulte"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Kindes- und Erwachsenenschutzgericht"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kindes- und Erwachsenenschutzgericht  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Abänderungsbefugnis des Kindes- und Erwachsenenschutzgerichts bei einer Beschwerde gegen eine fürsorgerische Unterbringung auf unbestimmte Zeit | Fürsorgerische Unterbringung durch KESB"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 04:19:37", "Checksum": "1004f8e1083d6e374837273025eadd9c", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Kindes- und Erwachsenenschutzgericht 28.11.2019 KES 2019 855\nRegeste:\nAbänderungsbefugnis des Kindes- und Erwachsenenschutzgerichts bei einer Beschwerde gegen eine fürsorgerische Unterbringung auf unbestimmte Zeit | Fürsorgerische Unterbringung durch KESB\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nKindes- und Erwachsenen- Tribunal de la protection\nschutzgericht de l'enfant et de l'adulte\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern KES 19 855\nTelefon +41 31 635 48 06\nFax +41 31 634 50 53\nObergericht-Zivil.Bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 27. November 2019\n\nBesetzung Oberrichter Josi (Vorsitz), Fachrichter Dr. med. Graf und Fachrichterin Dr. phil. Staub Utiger\nGerichtsschreiberin Brönnimann\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nzurzeit Psychiatriezentrum Münsingen, Hunzigenallee 1, 3110\nMünsingen\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberland\nWest, Amthausgasse 4, Postfach 74, 3714 Frutigen\nVorinstanz\n\nGegenstand Fürsorgerische Unterbringung\n\nBeschwerde gegen den Entscheid der KESB Oberland West vom\n21. November 2019\nRegeste:\nAbänderungsbefugnis des Kindes- und Erwachsenenschutzgerichts bei einer Beschwerde\ngegen eine fürsorgerische Unterbringung auf unbestimmte Zeit:\nIst eine ordentliche fürsorgerische Unterbringung nach Art. 426 i.V.m. Art. 428 ZGB mangels eines rechtsgenüglichen Gutachtens aufzuheben, kann das Kindes- und Erwachsenenschutzgericht von seiner Abänderungsbefugnis Gebrauch machen und gestützt auf\nArt. 449 ZGB selbst eine stationäre Begutachtung anordnen (E. 20).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. Am 14. Oktober 2019 wurde A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mittels\närztlicher fürsorgerischer Unterbringung ins Psychiatriezentrum Münsingen (abgekürzt: PZM) eingewiesen (pag. 23).\n\n2. Mit Entscheid vom 21. November 2019 ordnete die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberland West gestützt auf ein Kurzgutachten von Dr. med.\nB.________, Stv. Oberarzt des PZM, vom 20. November 2019 (pag. 50.1 ff.) die\nfürsorgerische Unterbringung des Beschwerdeführers im PZM an (pag. 13 ff.).\n\n3. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 21. November 2019 Beschwerde (pag. 1).\n\n4. Am 25. November 2019 reichte Dr. med. C.________, Assistenzärztin des PZM,\neine ärztliche Stellungnahme ein (pag. 113 ff.).\n\n5. Die Vorinstanz liess sich nicht vernehmen.\n\n6. Die Verhandlung fand am 27. November 2019 statt. Dabei wurde dem Beschwerdeführer Gelegenheit gegeben, sich auch dazu zu äussern, ob er sich einen weiteren Aufenthalt in der Klinik zur Durchführung der restlichen psychiatrischen Abklärungen vorstellen könnte (Anhörung, pag. 121).\n\nII.\n\n7. Angefochten ist ein Entscheid einer Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde über\neine fürsorgerische Unterbringung (Art. 426 i.V.m. 428 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]).\n\n8. Gegen einen solchen Entscheid steht die Beschwerde beim Kindes- und Erwachsenenschutzgericht offen (Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 65 des Gesetzes über\nden Kindes- und Erwachsenenschutz [KESG; BSG 213.316]).\n\n2\n9. Die Beschwerde erfolgte frist- (Art. 450b Abs. 2 ZGB) und formgerecht (Art. 450\nAbs. 3 i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB).\n\n10. Die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass.\n\n11. Die Entscheidfindung erfolgt in Dreierbesetzung nach Art. 45 Abs. 3 Satz 1 des\nGesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft\n(GSOG; BSG 161.1).\n\n12. Das Kindes- und Erwachsenenschutzgericht tritt auf die Beschwerde ein.\n\n13. Die Akten des Verfahrens KES 19 765 werden von Amtes wegen beigezogen.\n\nIII.\n\n14. Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht\nwerden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann\n(Art. 426 Abs. 1 ZGB).\n\n"}