{"Signatur": "BE_OG_002", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2024-03-06", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_002_HG-2023-50_2024-03-06.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/HG_2023_50_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7784bb89390026005ce0d8b53dd81d884a90a1ea3cd430b7af99f4abd19b271e33a9369924154c32335ee102f7e478c130a?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7784bb89390026005ce0d8b53dd81d884a90a1ea3cd430b7af99f4abd19b271e33a9369924154c32335ee102f7e478c130a&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=HG_2023_50", "Checksum": "e5be54c1cdc3f8494a772de90cf04af7"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["HG 2023 50"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Handelsgericht 06.03.2024 HG 2023 50"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Tribunal de commerce 06.03.2024 HG 2023 50"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Tribunal de commerce"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Handelsgericht  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Art. 103a VVG; Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 19. 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April 2023\nRegeste\nArt. 103a VVG; Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 19. Juni 2020\nDas direkte Forderungsrecht nach Art. 60 Abs. 1bis VVG (in Kraft seit dem 1. Januar 2022)\nfällt in den Geltungsbereich der Übergangsbestimmung von Art. 103a VVG. Da von einem\nqualifizierten Schweigen auszugehen ist, finden die Übergangsbestimmungen des SchlT\nZGB keine Anwendung (E. 19).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. Am 6. Februar 2014 liess sich die Klägerin von Prof. Dr. med. E.________ wegen\nSchmerzen an der rechten Hand untersuchen (Klagebeilage [KB] 1). Aufgrund der\nin diesem Rahmen gestellten Diagnose unterzog sie sich am 26. Februar 2014 im\n.________ (Klinik) einer handchirurgischen Operation bei Prof. Dr. med.\nE.________ (KB 2).\n\n2. Am 28. Februar 2014 trat die Klägerin aus der Klinik aus. Im Austrittsbericht wurde\nverzeichnet, dass der postoperative Verlauf «am ersten Tag durch stärkste\nSchmerzhaftigkeit geprägt» war (KB 5). In den folgenden Jahren kam es zu weiteren Untersuchungen, Gutachten und Operationen.\n\n3. Mit Klage vom 27. April 2023 (pag. 1 ff.) machte die Klägerin Ansprüche wegen\nunsorgfältiger ärztlicher Behandlung durch Prof. Dr. med. E.________ gegen dessen Haftpflichtversicherung, die Beklagte, geltend. Sie stellte die folgenden\nRechtsbegehren:\n1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 35'000.00 als Genugtuung aus der Operation\nvom 26. Februar 2014 zu bezahlen, nebst Zins zu 5 % seit 26. Februar 2014.\n2. Es sei festzustellen, dass es sich bei der Klage um eine Teilklage handelt und sich die Klägerin\nvorbehält, weitergehende Schadenersatzansprüche in einem weiteren Verfahren geltend zu machen.\n3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.\n\n4. Mit Schreiben vom 16. Mai 2023 (pag. 57 ff.) stellte die Beklagte den Antrag, das\nVerfahren einstweilen auf die Frage der Passivlegitimation der Beklagten zu beschränken.\n\n5. Mit Schreiben vom 30. Mai 2023 (pag. 66 f.) erklärte sich die Klägerin mit dem Antrag auf Verfahrensbeschränkung einverstanden. In der Folge beschränkte der Instruktionsrichter das Verfahren i.S.v. Art. 125 Bst. a der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) auf die Frage der Passivlegitimation der Beklagten\n(pag. 69 f.).\n\n2\n6. In ihrer Klageantwort im beschränkten Verfahren vom 5. Juli 2023 (pag. 71 ff.) stellte die Beklagte folgende Rechtsbegehren:\n1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge, zuzüglich Mehrwertsteuerzuschlag, zu Lasten der Klägerin.\n\n7. Am 18. September 2023 reichte die Klägerin ihre Replik im beschränkten Verfahren\nein (pag. 101 ff.).\n\n8. Am 9. November 2023 reichte die Beklagte ihre Duplik im beschränkten Verfahren\nein (pag. 115 ff.).\n\n9. Mit Schreiben vom 27. November 2023 (pag. 133) und vom 30. November 2023\n(pag. 135) teilten die Parteien dem Gericht mit, dass sie auf die Durchführung einer\nHauptverhandlung verzichten.\n\n10. Am 1. Dezember 2023 verfügte der Instruktionsrichter, dass ein schriftlicher Entscheid ergeht (pag. 137 f.).\n\n11. Die Parteien reichten am 15. Februar 2024 ihre Kostennoten ein (pag. 149 ff.).\n\nII.\n\n12. Das Gericht tritt auf eine Klage ein, sofern die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind\n(Art. 59 Abs. 1 ZPO). Ob dies der Fall ist, wird von Amtes wegen geprüft (vgl.\nArt. 60 ZPO).\n\n13. Gemäss Art. 10 Abs. 1 Bst. b ZPO ist für Klagen gegen eine juristische Person das\nGericht an deren Sitz zuständig. Die Beklagte hat ihren Sitz in Bern, womit das\nHandelsgericht des Kantons Bern örtlich zuständig ist.\n\n"}