{"Signatur": "BE_OG_002", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2022-02-07", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_002_HG-2021-10_2022-02-07.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/HG_2021_10_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77845d6ba7aaf043de9b19efac3c4499adc2879fb6e5f5e0c9107fa98311f5327d32d6bc4ac791225b952600f95539d1287?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77845d6ba7aaf043de9b19efac3c4499adc2879fb6e5f5e0c9107fa98311f5327d32d6bc4ac791225b952600f95539d1287&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=HG_2021_10", "Checksum": "6af0927e79c49100a160610127fa3b43"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["HG 2021 10"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Handelsgericht 07.02.2022 HG 2021 10"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Tribunal de commerce 07.02.2022 HG 2021 10"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Tribunal de commerce"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Handelsgericht  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Markenrecht | ordentliches Verfahren"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 01:20:03", "Checksum": "4cdcc9092844acef6e7e89aa0b5e6c2e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Handelsgericht 07.02.2022 HG 2021 10\nRegeste:\nMarkenrecht | ordentliches Verfahren\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nHandelsgericht Tribunal de commerce\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern HG 21 10\nTelefon +41 31 635 48 03\nFax +41 31 634 50 53\nhandelsgericht.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 7. Februar 2022\n\nBesetzung Oberrichter Josi (Präsident), Handelsrichter Pfister und Handelsrichter Maurer\nGerichtsschreiber Loderer\n\nVerfahrensbeteiligte A.________ Limited\nvertreten durch Fürsprecher B.________\nKlägerin\n\ngegen\n\nC.________ AG\nvertreten durch Fürsprecher D.________\nBeklagte\n\nGegenstand Markenrecht\n\nKlage vom 3. Februar 2021\nRegeste\nMarkenrecht\nDas Feststellungsinteresse an einer markenrechtlichen Nichtigkeitsklage aufgrund von\nGemeingutzugehörigkeit erstreckt sich auf sämtliche vom Nichtigkeitsgrund erfassten Bereiche, ohne dass diesbezüglich eine Einschränkung hinsichtlich der Benutzung durch den\nNichtigkeitskläger vorzunehmen wäre (E. 12).\nDas Zeichen «Λ» gehört nicht zum markenrechtlichen Gemeingut, da es genügende Unterscheidungskraft aufweist und weder relativ noch absolut freihaltebedürftig ist (E. 23-34).\nDie Nichtigkeit einer Marke aufgrund fehlender Gebrauchsabsicht ergibt sich nicht einzig\ngestützt auf ein breites Waren- und Dienstleistungsverzeichnis. In solchen Fällen muss die\nbeweisbelastete Nichtigkeitsklägerin darüber hinaus darlegen, aus welchen konkreten\nGründen für eine bestimmte Klasse von fehlender Gebrauchsabsicht auszugehen ist. Erst\nwenn die Nichtgebrauchsabsicht klassenbezogen durch solche konkreten Indizien glaubhaft gemacht ist, greift die Mitwirkungspflicht der beklagten Partei (E. 35-36).\n\nErwägungen:\n\nI. Prozessgeschichte\n\n1. Die A.________ Limited (nachfolgend Klägerin) stellte mit Klage vom 3. Februar\n2021 gegen die C.________ AG (nachfolgend Beklagte) folgendes Rechtsbegehren (pag. 1):\n1. Es sei festzustellen, dass die Schweizer Marke Nr. 728755 « » der Beklagten nichtig ist. Die\nNichtigkeit sei dem Institut für Geistiges Eigentum gestützt auf Art. 54 MSchG gerichtlich mitzuteilen.\n– Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten –\n\n2. Mit Klageantwort vom 23. April 2021 stellte die Beklagte folgendes Rechtsbegehren\n(pag. 24):\n1. Die Klage sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.\n– unter Kosten- und Entschädigungsfolge –\n\n3. Mit Replik vom 7. Juni 2021 stellte die Klägerin zusätzlich folgendes Eventualbegehren (pag. 57):\n2. Es sei festzustellen, dass die Schweizer Marke Nr. 728755 « » der Beklagten für sämtliche der in den Klassen 2, 6 - 8, 11 - 12, 17, 19, 23 und 40 beanspruchten Waren- und\nDienstleistungen nichtig ist. Diese Teilnichtigkeit sei dem Institut für Geistiges Eigentum gestützt auf Art. 54 MSchG gerichtlich mitzuteilen.\n\n4. Mit Duplik vom 10. August 2021 bestätigte die Beklagte das mit Klageantwort vom\n23. April 2021 gestellte Rechtsbegehren (pag. 85).\n\n2\n5. Die Hauptverhandlung fand am 3. Februar 2022 statt. Anlässlich der ersten Parteivorträge sowie der Schlussvorträge bestätigten die Parteien ihre Rechtsbegehren.\nDie Urteilsberatung fand in Abwesenheit der Parteien statt (pag. 125). Das Dispositiv wurde den Parteien vorab am 7. Februar 2022 zugestellt (pag. 129 f.).\n\nII. Formelles\n\n6. Das Gericht tritt auf die Klage ein, sofern die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind\n(Art. 59 Abs. 1 Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272]). Das Vorliegen\nder Prozessvoraussetzungen wird von Amtes wegen geprüft (Art. 60 ZPO).\n\n"}