{"Signatur": "BE_OG_002", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2020-02-21", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_002_HG-2019-136_2020-02-21.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/HG_2019_136_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77882e2c944ee16adcd33dac2aacc8f08a9cc36b5f1f99653f1f62ffbc0856aed762aab4a915e51b4bc1a8e8b412f2addc7?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77882e2c944ee16adcd33dac2aacc8f08a9cc36b5f1f99653f1f62ffbc0856aed762aab4a915e51b4bc1a8e8b412f2addc7&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=HG_2019_136", "Checksum": "0039f2a5bdca1d80a19ee755df0cff17"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["HG 2019 136"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Handelsgericht 21.02.2020 HG 2019 136"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Tribunal de commerce 21.02.2020 HG 2019 136"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Tribunal de commerce"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Handelsgericht  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Örtliche Zuständigkeit bei Erlass vorsorglicher Massnahmen (Konkurrenzverbot) | vorsorgliche Massnahmen"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 03:56:13", "Checksum": "768b69a4078ce9990b3f95166249d1fd", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Handelsgericht 21.02.2020 HG 2019 136\nRegeste:\nÖrtliche Zuständigkeit bei Erlass vorsorglicher Massnahmen (Konkurrenzverbot) | vorsorgliche Massnahmen\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nHandelsgericht Tribunal de commerce\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern HG 19 136\nTelefon +41 31 635 48 03\nFax +41 31 634 50 53\nhandelsgericht.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 21. Februar 2020\n\nBesetzung Oberrichter Schlup (Vizepräsident)\nGerichtsschreiberin Lustenberger\n\nVerfahrensbeteiligte A.________ GmbH\nvertreten durch Dr. B.________\nGesuchstellerin\n\ngegen\n\nC.________ GmbH\nvertreten durch Fürsprecher D.________\nGesuchsgegnerin\n\nGegenstand Vorsorgliche Massnahmen mit Superprovisorium\nGesuch vom 23. Dezember 2019\nRegeste:\n\nÖrtliche Zuständigkeit bei Erlass vorsorglicher Massnahmen (Konkurrenzverbot)\n\nWird für die Durchsetzung eines vertraglich vereinbarten Konkurrenzverbots auf die Strafandrohung von Art. 292 StGB zurückgegriffen, kann die Vollstreckung nicht mittels Anwendung von physischem Zwang erfolgen. Es handelt sich um abstrakte Massnahmen,\nwelche an keinen bestimmten Ort gebunden sind. Es kann namentlich nicht gesagt werden, der Vollstreckungsort liege am Ort, wo die konkurrenzierende Tätigkeit angeblich\nausgeführt werde. Mangels Vollstreckungsort entfällt der Gerichtsstand des Vollstreckungsorts nach Art. 13 Bst. b ZPO (E. 8.5).\n\nErwägungen:\n\nI. Prozessgeschichte\n\n1. Am 23. Dezember 2019 reichte die A.________ GmbH (nachfolgend: Gesuchstellerin) beim Handelsgericht des Kantons Bern ein Gesuch um Erlass superprovisorischer Massnahmen gegen die C.________ GmbH (nachfolgend: Gesuchsgegnerin) ein (pag. 1 ff.). Dabei stellte sie folgende Rechtsbegehren:\n\n1. Es sei der Gesuchsgegnerin unter Androhung der Bestrafung ihrer Organe und insbesondere\nvon Herrn E.________ mit Busse nach Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall sowie unter Androhung einer Ordnungsbusse für jeden Tag der Nichterfüllung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO zu\nverbieten, bis zum 31. Juli 2021 für die G.________ direkt oder indirekt, selbständig oder unselbständig konkurrierend tätig zu werden, d.h. eine Tätigkeit auszuüben, die mit der im Rahmen\nder Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen der A.________ GmbH und der C.________\nGmbH vom 27. Juli 2017 betreffend das Projekt F.________ erbrachten Tätigkeit vergleichbar\nist;\n\n2. es sei die mit Rechtsbegehren Ziffer 1 beantragte vorsorgliche Massnahme superprovisorisch,\nd.h. ohne vorherige Anhörung der Gesuchsgegnerin anzuordnen, und es sei einer allfälligen\nEinsprache gegen eine superprovisorische Verfügung die aufschiebende Wirkung zu entziehen;\n\nunter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt. von 8 %) zu Lasten der Gesuchsgegnerin.\n\n2. Der Vizepräsident des Handelsgerichts wies das Gesuch um Erlass superprovisorischer Massnahmen mit Verfügung vom 23. Dezember 2019 ab (pag. 25 ff.).\n\n3. In ihrer Gesuchsantwort vom 14. Januar 2020 beantragte die Gesuchsgegnerin,\nauf das Gesuch um vorsorgliche Massnahme sei nicht einzutreten. Eventualiter sei\nder Antrag um Erteilung der vorsorglichen Massnahme vollumfänglich abzuweisen,\nbeides unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. Mehrwertsteuerzuschlag) zulasten der Gesuchstellerin (pag. 36 ff.).\n\n4. Am 20. Januar 2020 bezog die Gesuchstellerin Stellung zur Gesuchsantwort und\nbestätigte darin ihr Rechtsbegehren 1 (pag. 52 ff.).\n\n2\n5. Die Gesuchsgegnerin ihrerseits hielt mit Eingabe vom 24. Januar 2020 an ihren\nbisherigen Rechtsbegehren fest (pag. 62 ff.).\n\nII. Formelles\n\n6. Das Gericht tritt auf ein Gesuch ein, sofern die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind\n(Art. 59 Abs. 1 ZPO). Das Gericht prüft von Amtes wegen, ob dies der Fall ist\n(Art. 60 ZPO).\n\n7. Vorsorgliche Massnahmen vor Eintritt der Rechtshängigkeit beurteilt der Präsident\nrespektive der Vizepräsident des Handelsgerichts (Art. 45 Abs. 2 i.V.m. Art. 50\nAbs. 3 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).\n\n"}