{"Signatur": "BE_OG_002", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2018-07-03", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_002_HG-2017-95_2018-07-03.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/HG_2017_95_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77870a8d0f690b669762d96355cae347edf6663e3f2d5dd4e53c4bbddc79741fb9d5db3432cabe0d1cce61129ebf5e8de25?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77870a8d0f690b669762d96355cae347edf6663e3f2d5dd4e53c4bbddc79741fb9d5db3432cabe0d1cce61129ebf5e8de25&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=HG_2017_95", "Checksum": "2c33bb625eddbd940b1a7d0ec5b219ae"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["HG 2017 95"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Handelsgericht 03.07.2018 HG 2017 95"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Tribunal de commerce 03.07.2018 HG 2017 95"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Tribunal de commerce"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Handelsgericht  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Unangemessene Geschäftsbedingungen gemäss Kartellgesetz | Kartellrecht"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 05:37:32", "Checksum": "00e64ec1f9a86dba83917ce89f508b44", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Handelsgericht 03.07.2018 HG 2017 95\nRegeste:\nUnangemessene Geschäftsbedingungen gemäss Kartellgesetz | Kartellrecht\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nHandelsgericht Tribunal de commerce\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern HG 17 95\nTelefon +41 31 635 48 03\nFax +41 31 634 50 53\nhandelsgericht.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 3. Juli 2018\n\nBesetzung Oberrichter D. Bähler (Vizepräsident), Handelsrichter Maurer und\nHandelsrichter Zbären\nGerichtsschreiberin Brönnimann\n\nVerfahrensbeteiligte Amedis-UE AG, Mönchmattweg 5, 5035 Unterentfelden\n(UID: CHE-101.882.504)\nvertreten durch Fürsprecher Prof. Dr. iur. A.________\nKlägerin\n\ngegen\n\nAlloga AG, Buchmattstrasse 10, 3400 Burgdorf\n(UID: CHE-101.277.415)\nvertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. B.________\nBeklagte\n\nGegenstand Schadenersatz aus Kartellrecht (beschränkt auf die Fragen der\nVerjährung sowie den grundsätzlichen Schadenersatzanspruch\nder Klägerin nach Abgabe der Patronatserklärung vom 30. September 2014 / 7. Oktober 2014)\n\nKlage vom 23. Mai 2017\nRegeste:\n\nTrägt eine Prewholesaledienstleisterin das Risiko eines Zahlungsausfalls und ergeben sich\naus dem wirtschaftlichen Umfeld einer bedeutenden Handelspartnerin gewichtige Unsicherheiten bezüglich deren Liquidität und Bonität, ist das Verlangen einer Patronatserklärung keine unangemessene Geschäftsbedingung im Sinne von Art. 7 Abs. 2 Bst. c KG\n(E. 16).\n\nErwägungen:\n\nI. Prozessgeschichte\n\n1. Mit Eingabe vom 23. Mai 2017 reichte die Amedis-UE AG (nachfolgend: Klägerin)\nbeim Handelsgericht des Kantons Bern eine Klage gegen die Alloga AG (nachfolgend: Beklagte) ein und stellte darin die folgenden Rechtsbegehren (pag. 2):\n1. Die Beklagte sei zu verurteilen, der Klägerin einen Betrag von CHF 1‘141‘927.64 zu zahlen, zzgl.\nZins von 5% seit Fälligkeit der jeweiligen Aufwände;\n2. Für den Fall, dass das Handelsgericht bei der Wettbewerbskommission ein Gutachten gestützt\nauf Art. 15 KG einholt, sei den Parteien vorgängig Gelegenheit einzuräumen, sich zur Darstellung des Sachverhalts und den Fragen äussern zu können;\n3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. Mehrwertsteuer) zulasten der Beklagten.\n\n2. Am 1. September 2017 erhob die Beklagte die Einrede der Verjährung und stellte\ndie folgenden Verfahrensanträge (pag. 56 f.):\n1. Das Verfahren sei auf die Einrede der Verjährung bzw. auf die Frage des angeblich schädigenden Verhaltens der Beklagten ab 30. September 2014 bzw. 7. Oktober 2014 zu beschränken.\n2. Der Beklagten sei die Frist zur Einreichung einer umfassenden Klageantwort bis zum Entscheid\nüber die beantragte Beschränkung abzunehmen und es sei ihr nach dem Entscheid über den\nAntrag gemäss Ziffer 1 oben eine neue Frist zur Einreichung einer umfassenden Klageantwort\nanzusetzen.\n3. Eventualiter sei der Beklagten die Frist zur Einreichung einer Klageantwort um 30 Tage zu verlängern.\n- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -\n\n3. Am 8. November 2017 reichte die Klägerin eine Stellungnahme zum Antrag der\nBeklagten auf Verfahrensbeschränkung ein mit folgenden Verfahrensanträgen\n(pag. 98):\n1. Es sei bezüglich der Einrede der Verjährung bzw. der Frage des Vorliegens eines Schadens ein\nZwischenentscheid gemäss Art. 237 ZPO zu treffen.\n2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. Mehrwertsteuer) zulasten der Beklagten.\n\n4. Mit Verfügung vom 13. November 2017 beschränkte der Instruktionsrichter das\nVerfahren auf die Fragen der Verjährung sowie den grundsätzlichen Schadener-\n\n2\nsatzanspruch der Klägerin nach Abgabe der Patronatserklärung der Konzernmuttergesellschaft Phoenix GmbH vom 30. September 2014 / 7. Oktober 2014\n(pag. 124).\n\n5. Anlässlich der ersten Parteivorträge an der Hauptverhandlung vom 27. März 2018\nbestätigten die Parteien ihre Rechtsbegehren. In der Folge wurde eine Beweisverfügung erlassen und Parteibefragungen mit C.________ von der Klägerin sowie\nD.________ und E.________ von der Beklagten durchgeführt. Weiter wurde der\nZeuge F.________ einvernommen. Die Parteien beantragten dem Gericht, die\nSchlussvorträge schriftlich einzureichen und verzichteten auf die Teilnahme an der\nmündlichen Urteilsberatung (pag. 131 ff.).\n\n6. Die interne Urteilsberatung fand am 3. Juli 2018 statt.\n\nII. Formelles\n\n7. Das Gericht tritt auf die Klage ein, sofern die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind\n(Art. 59 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272]). Das Vorliegen der Prozessvoraussetzungen wird von Amtes wegen geprüft (Art. 60 ZPO).\n\n"}