{"Signatur": "BE_OG_002", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2018-05-17", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_002_HG-2017-156_2018-05-17.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/HG_2017_156_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778cc48a83b5dacaa24750a14bd1ac1cc5943441a3b2c8dcb7affeb03b52d35047c075f2b36372777e13d0f510e384d7b55?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778cc48a83b5dacaa24750a14bd1ac1cc5943441a3b2c8dcb7affeb03b52d35047c075f2b36372777e13d0f510e384d7b55&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=HG_2017_156", "Checksum": "afb5603023e51cf43101f53dbf441f70"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["HG 2017 156"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Handelsgericht 17.05.2018 HG 2017 156"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Tribunal de commerce 17.05.2018 HG 2017 156"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Tribunal de commerce"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Handelsgericht  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Subjektive Vertragsauslegung | Sachenrecht"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 05:57:12", "Checksum": "9543f11dc063f1e0dde5d8fe4c049774", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Handelsgericht 17.05.2018 HG 2017 156\nRegeste:\nSubjektive Vertragsauslegung | Sachenrecht\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nHandelsgericht Tribunal de commerce\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern HG 17 156\nTelefon +41 31 635 48 03\nFax +41 31 634 50 53\nhandelsgericht.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 17. Mai 2018\n\nBesetzung Oberrichter D. Bähler (Vizepräsident), Handelsrichter Bangerter\nund Handelsrichter Moeri\nGerichtsschreiberin Zwahlen\n\nVerfahrensbeteiligte A.________ AG in Liquidation\nvertreten durch Rechtsanwältin B.________\nKlägerin\n\ngegen\n\nC.________ AG\nvertreten durch Rechtsanwalt D.________\nBeklagte\n\nGegenstand Klage vom 7. September 2017\nRegeste:\n\nUmstritten war der Rechtsgrund für die Übertragung des Eigentums an zwei Parkplätzen\n(Schenkung, verbunden mit Bedingung oder Auflage / Kauf). Eventualiter erfolgte eine Irrtumsanfechtung.\nsubjektive Vertragsauslegung: Gestützt auf die Beweiswürdigung konnte ein übereinstimmender wirklicher Wille festgestellt werden. Die Parkplätze wurden als Teil eines Gesamtpaketes verkauft und nicht ohne Gegenleistung auf die Beklagte übertragen (E. 13.2).\nAuch der Nachweis, dass die Übertragung des Eigentums an eine Bedingung oder Auflage\ngeknüpft war, gelang der Klägerin nicht (E. 13.3.4).\nIrrtumsanfechtung: Es fehlte sowohl an der Wesentlichkeit, als auch an der Erkennbarkeit\ndes geltend gemachten Irrtums (E. 14.2.3).\n\nErwägungen:\n\nI. Prozessgeschichte\n\n1. Mit Klage vom 7. September 2017 (Eingang beim Handelsgericht des Kantons\nBern am 8. September 2017) stellte die Klägerin folgende Rechtsbegehren\n(pag. 2 ff.):\n1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin unentgeltlich die Autoeinstellhallenplätze\nE.________(Gemeinde) 1 und 2 [recte: E.________(Gemeinde) 1] Gb. Bl. Nrn. 3161-15-1 und\n3161-15-2 zu künftigem Eigentum zurück zu übertragen;\nEventualiter:\n2. Es sei festzustellen, dass der Vertrag betreffend die Eigentumsübertragung vom 17. Februar\n2017 (Urschrift Nr. 5500) infolge Willensmangel ungültig sei und die Autoeinstellhallenplätze\nE.________(Gemeinde) Gb. Bl. Nrn. 3161-15-1 und 3161-15-2 an die Klägerin zurück zu übertragen seien.\n3. Das Grundbuchamt sei anzuweisen, den Grundbucheintrag betreffend die Autoeinstellhallenplätze E.________(Gemeinde) Gb. Bl. Nrn. 3161-15-1 und 3161-15-2 dahin gehend zu berichtigen, dass die Klägerin als alleinige Eigentümerin eingetragen wird (Grundbuchberichtigungsklage).\nSubeventualiter:\n4. Die Beklagte sei zu verurteilen, der Klägerin einen Betrag in Höhe von CHF 60ꞌ000.00 zuzüglich\nZins zu 5% seit 10. April 2017 zu bezahlen.\n5. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ________ des Betreibungsamtes Seeland (Dienststelle Seeland) sei gerichtlich aufzuheben.\nunter Kosten- und Entschädigungsfolge\n\n2. Die Beklagte reichte am 26. September 2017 einen Antrag auf Leistung einer Sicherheit für die Parteientschädigung ein (pag. 20 ff.). Am 5. Oktober 2017 reichte\ndie Klägerin eine Stellungnahme dazu ein (pag. 31 ff.). Mit Entscheid vom 17. No-\n\n2\nvember 2017 wurde das Gesuch um Leistung einer Parteikostensicherheit abgewiesen und die Kosten zur Hauptsache geschlagen (pag. 44 ff.).\n\n3. Die Beklagte reichte am 28. Dezember 2017 (Eingang beim Handelsgericht des\nKantons Bern am 29. Dezember 2017) ihre Klageantwort ein. Sie stellte folgende\nRechtsbegehren (pag. 52 ff.):\n1. Die Rechtsbegehren der Klägerin seien vollumfänglich abzuweisen.\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klägerin.\n\n4. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 17. Mai 2018 bestätigten Rechtsanwältin\nB.________ namens der Klägerin und Rechtsanwalt D.________ namens der\nBeklagten die gestellten Rechtsbegehren (pag. 76). Die Beweisverfügung erging\n(pag. 77 und 89 ff.) und es fanden die Parteibefragungen mit F.________ (Klägerin, pag. 78 ff.) und G.________ (Beklagte, pag. 82 ff.) statt. Im Anschluss an die\nSchlussvorträge (pag. 85 ff.) fand die Entscheidberatung statt. Die Parteien verzichteten auf die Teilnahme (pag. 87). Das Dispositiv wurde den Parteien am\n17. Mai 2018 zugestellt (pag. 97 f.).\n\nII. Formelles\n\n5. Die Beklagte hat ihren Sitz im Kanton Bern, womit die örtliche Zuständigkeit des\nangerufenen Gerichts gegeben ist (Art. 10 Abs. 1 Bst. b der Zivilprozessordnung\n[ZPO; SR 272]).\n\n"}