{"Signatur": "BE_OG_002", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2017-02-22", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_002_HG-2016-2_2017-02-22.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/HG_2016_2_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77826e777b86696c4b10fcca717ad23aeec8571980f8c2817ae01c6376dd903b37bdd5ee96d6f3cd2eedf0ae189e56bc4d4?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77826e777b86696c4b10fcca717ad23aeec8571980f8c2817ae01c6376dd903b37bdd5ee96d6f3cd2eedf0ae189e56bc4d4&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=HG_2016_2", "Checksum": "e2c32a91ac667441f60fac2bbd06aaf9"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["HG 2016 2"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "it"], "Text": "Bern Obergericht Handelsgericht 22.02.2017 HG 2016 2"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Tribunal de commerce 22.02.2017 HG 2016 2"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Tribunal de commerce"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna  Handelsgericht"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Handelsgericht  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Rechtserhaltender Markengebrauch | Markenrecht"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 07:41:26", "Checksum": "3313090fe149ba250f5b66772da68672", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Handelsgericht 22.02.2017 HG 2016 2\nRegeste:\nRechtserhaltender Markengebrauch | Markenrecht\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nHandelsgericht Tribunal de commerce\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern HG 16 2\nTelefon +41 31 635 48 03\nFax +41 31 635 48 14\nhandelsgericht.bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 22. Februar 2017\n\nBesetzung Oberrichter Schlup (Präsident), Handelsrichter Pfister und Thomann\nGerichtsschreiberin Kämpfen\n\nVerfahrensbeteiligte A.________ S.A.\nvertreten durch B.________\nKlägerin\n\ngegen\n\nC.________ d.d.\nvertreten durch D.________\nBeklagte\n\nGegenstand Markenrecht\n\nKlage vom 5. Januar 2016\nRegeste\nArt. 11 Abs. 1 und Art. 12 Abs. 1 MSchG; rechtserhaltender Gebrauch der Marke\n- Erfordernis des ernsthaften Markengebrauchs im Inland (E. 26.5–26.6).\n- Minimale Marktbearbeitung in der Schweiz verneint bei einem Gebrauch der Marke\nlediglich im Rahmen der Geschäftsbeziehung zu 124 in der Schweiz wohnhaften,\nmehrheitlich slowenischen Kunden sowie im Internet (E. 26.7–26.11).\n\nErwägungen:\n\nI. Prozessgeschichte\n\n1. Mit Eingabe vom 5. Januar 2016 (pag. 1 ff.) reichte die A.________ S.A. (nachfolgend: Klägerin) beim Handelsgericht Bern eine Klage gegen die C.________ d.d.\n(nachfolgend: Beklagte) ein und stellte darin folgende Rechtsbegehren:\n\n1. Es sei festzustellen, dass der Schweizer Anteil der Internationalen Registrierung Nr. ________\n„E.________ (fig.)“ nichtig ist.\n\n2. Es sei festzustellen, dass der Schweizer Anteil der Internationalen Registrierung Nr. ________\n„E.________ (fig.)“ nichtig ist.\n\n– unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten –\n\n2. Die Klage wurde der Beklagten am 29. März 2016 auf dem Rechtshilfeweg zugestellt (pag. 30).\n\n3. Am 30. Juni 2016 reichte die Beklagte innert erstreckter Frist (pag. 42 und 45) ihre\nKlageantwort (pag. 46 ff.) ein und beantragte darin:\n\n1. Es sei die Klage vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist;\n\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Klägerin.\n\n4. Im zweiten Schriftenwechsel bestätigten beide Parteien die gestellten Rechtsbegehren (vgl. Replik vom 30. August 2016 [pag. 65 ff.] und Duplik vom 1. November\n2016 [pag. 89 ff.].\n\n5. Die Hauptverhandlung fand am 22. Februar 2017 statt (pag. 117 ff.).\n5.1 Im Rahmen ihrer Parteivorträge bestätigten beide Parteien die gestellten\nRechtsbegehren (pag. 118, 120, 125 und 126).\n5.2 Anlässlich der Hauptverhandlung wurde eine Parteibefragung mit der Beklagten\ndurchgeführt (pag. 122 ff.). Auf eine Einvernahme mit einem Organ der Klägerin\nwurde im Einverständnis mit den Parteien verzichtet (pag. 121).\n5.3 Seitens der Parteien wurden danach keine Beweisanträge mehr aufrechterhalten\n(pag. 125).\n\n2\nII. Formelles\n\n6. Die Schweizer Gerichte sind gemäss Art. 22 Ziff. 4 des Übereinkommens über die\ngerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (LugÜ; SR 0.275.12) ausschliesslich zuständig, den Bestand der Schweizer Anteile der beiden streitgegenständlichen Marken\nzu beurteilen.\n\n7. Hat der Beklagte weder Wohnsitz noch einen eingetragenen Vertreter in der\nSchweiz sind gemäss Art. 109 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Internationale\nPrivatrecht (IPRG; SR 291) für Klagen betreffend die Gültigkeit oder die Eintragung\nvon Immaterialgüterrechten in der Schweiz, die schweizerischen Gerichte am Sitz\nder schweizerischen Registerbehörde zuständig. Da das Eidgenössische Institut für\nGeistiges Eigentum (nachfolgend: IGE) seinen Sitz Bern hat, ist das angerufene\nGericht für beide Klagebegehren örtlich zuständig.\n\n8. Für Streitigkeiten im Zusammenhang mit geistigem Eigentum ist das Handelsgericht als einzige kantonale Instanz sachlich zuständig (Art. 5 Abs. 1 Bst. a der\nSchweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Zivilprozessordnung, zur Strafprozessordnung und zur Jugendstrafprozessordnung [EG ZSJ; BSG 271.1]).\n\n9. Bei Streitigkeiten, für die nach Art. 5 und 6 ZPO eine einzige kantonale Instanz\nzuständig ist, entfällt das Schlichtungsverfahren (Art. 198 Bst. f ZPO).\n\n10. Gemäss Art. 90 ZPO kann eine klagende Partei mehrere Ansprüche gegen dieselbe Partei in einer Klage vereinen, sofern das gleiche Gericht dafür sachlich zuständig ist und die gleiche Verfahrensart anwendbar ist. Da vorliegend für beide\nRechtsbegehren der Klägerin das Handelsgericht sachlich zuständig ist und beide\nim ordentlichen Verfahren zu beurteilen sind, ist die vorgenommene Klagenhäufung\nzulässig.\n\n"}