22.4. Selbst bei gegebener objektiver Dringlichkeit unterliegt der Anspruch auf Erlass vorsorglicher Massnahmen aber einer Verwirkung durch Zeitablauf: Ein übermässiges Zuwarten der Gesuchsstellerin kann zur Verwirkung des Anspruchs auf Erlass vorsorglicher Massnahmen führen (vgl. GÜNGERICH, a.a.O., Art. 261 N. 41; vgl. auch Urteil des Handelsgerichts Aargau vom 19. Dezember 2001 E. 5a., sic! 2002 S. 355; RÜETSCHI/ROTH, a.a.O., Vor Art. 9–13a N. 63; SPRECHER, a.a.O., Art. 261 N. 42; TREIS, a.a.O., Art. 261 N. 12; ZÜRCHER, a.a.O., Art. 261 N. 9). Verlangt wird deshalb neben der objektiven Dringlichkeit auch eine relative Dringlichkeit: