ZGB (ab 1. Juli 2007) sollte sicherstellen, dass es um den Schutz von Eheleuten voreinander nicht schlechter bestellt sein sollte, als unter nicht miteinander verheirateten Personen. Vor der Ergänzung der sinngemässen Anwendbarkeit von Art. 28b ZGB im Eheschutzverfahren war der Schutz gegen Gewalt in der Ehe lückenhaft: Die Anwendbarkeit von Art. 28 ff. ZGB war aufgrund des Primats des Eheschutzes als lex specialis (und aufgrund des numerus clausus der möglichen Eheschutzmassnahmen) bis dahin umstritten (BBl 2005 6871, S. 6876 f.; vgl. auch BGE 78 II 289 E. 5, HAUSHEER/REUSSER/GEISER, in: Berner Kommentar zum ZGB, 2. Aufl.