107 Abs. 1 Bst. b ZPO nennt die Botschaft zur ZPO eine Praxisänderung des beurteilenden Gerichts, d.h. dass die betreffende Partei auf eine Gerichtspraxis vertraute, welche nun gerade in ihrem Fall geändert wird (Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung ZPO vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7297 Ziff. 5.8.2). Dies wird auch vom Bundesgericht jeweils beispielhaft als Anwendungsfall von Art. 107 Abs. 1 Bst. b ZPO genannt (siehe die Urteile des Bundesgerichts 5A_106/2014 vom 26. Mai 2014 E. 9.2 und 5A_195/2013 vom 9. Juli 2013 E. 3.2.1).