2.3.3. Gemäss Art. 3 Abs. 1 ZGB ist der gute Glaube zu vermuten, wo das Gesetz eine Rechtswirkung an den guten Glauben einer Person geknüpft hat. Unter gutem Glauben wird das fehlende Bewusstsein über einen Rechtsmangel verstanden (vgl. TUOR/SCHNYDER/SCHMID, in: Tuor/Schnyder/Schmid/Rumo-Jungo, Das Schweizerische Zivilgesetzbuch,13. Aufl. 2009, § 7 Rz. 15 mit Hinweis auf BGE 99 II 131 E. 6c S. 147; MIDDENDORF/GROB, in: Breitschmid/Rumo-Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, Personen- und Familienrecht inkl. Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 2. Aufl. 2012, Art. 3