Vor dem 1. Juli 2014 umfasste die Obhut die Komponenten «droit de garde» (Aufenthaltsbestimmungsrecht, BGE 136 III 353, E. 3.2) und «garde de fait» (Betreuung im Alltag und Ausübung der entsprechenden Rechte und Pflichten). Die Komponente «droit de garde» ist mit der besagten Sorgerechtsrevision in die elterliche Sorge verschoben worden (vgl. Art. 301a Abs. 1 ZGB), so dass für die Obhut die «garde de fait» verbleibt. Es handelt sich dabei aber nicht bloss um ein Faktum, sondern weiterhin um ein Institut von rechtlicher Bedeutung, das in verschiedenen Gesetzesbestimmungen vorkommt (im ZGB nebst Art. 25 Abs. 1 an 15 weiteren Orten).