{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2021-01-22", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2020-706_2021-01-22.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2020_706_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77829b4b47c291a6db36279ab6d87a99c93c3310afa686c48201f2d125a845d1086735ddd5d88800cfbd8ecb6418ed5773c?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77829b4b47c291a6db36279ab6d87a99c93c3310afa686c48201f2d125a845d1086735ddd5d88800cfbd8ecb6418ed5773c&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2020_706", "Checksum": "3f43366bf95e160c10761ba4dc11b490"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2020 706"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 22.01.2021 KES 2020 706"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 22.01.2021 KES 2020 706"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 22.01.2021 KES 2020 706"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. Zivilkammer  des Obergerichts des Kantons Bern"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Beschwerde gegen einen Wiedererwägungsentscheid / Vorfinanzierung von Massnahmenkosten - Ergänzungsleistungen | Fürsorgerische Unterbringung durch KESB"}], "ScrapyJob": "446973/22/2112", "Zeit UTC": "04.12.2025 03:06:31", "Checksum": "aaf08ab4ff247104e8e1cc6fea17256b", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Bern Obergericht Zivilkammern 22.01.2021 KES 2020 706\nRegeste:\nBeschwerde gegen einen Wiedererwägungsentscheid / Vorfinanzierung von Massnahmenkosten - Ergänzungsleistungen | Fürsorgerische Unterbringung durch KESB\n\nObergericht Cour suprême\ndes Kantons Bern du canton de Berne\n\nKindes- und Erwachsenen- Tribunal de la protection\nschutzgericht de l'enfant et de l'adulte\n\nHochschulstrasse 17\nPostfach\nEntscheid\n3001 Bern KES 20 706\nTelefon +41 31 635 48 06\nFax +41 31 634 50 53\nObergericht-Zivil.Bern@justice.be.ch\nwww.justice.be.ch/obergericht Bern, 22. Januar 2021\n\nBesetzung Oberrichterin Grütter (Referentin), Oberrichter D. Bähler und\nOberrichter Schlup\nGerichtsschreiberin Bank\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nvertreten durch Fürsprecher B.________\nBeschwerdeführerin\n\ngegen\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Mittelland\nNord, Bernstrasse 5, Postfach 207, 3312 Fraubrunnen\nVorinstanz\n\nGegenstand Festlegung der Kostenbeteiligung an den Massnahmenkosten\ngemäss Art. 41 KESG für die Periode vom 25. August 2017 bis\n30. November 2019\nFeststellung der vorfinanzierten Massnahmenkosten gemäss\nArt. 42 KESG\n\nBeschwerde gegen den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Mittelland Nord vom 22. Juli 2020\n(2016-6263)\nRegeste:\n\nBeschwerde gegen einen Wiedererwägungsentscheid\nSoweit im Wiedererwägungsentscheid inhaltlich nicht auf den ersten Entscheid zurückgekommen wird, liegt eine bereits abgeurteilte Sache (res iudicata) vor (E. 5.2).\n\nVorfinanzierung von Massnahmenkosten – Ergänzungsleistungen\nErgänzungsleistungen werden in der Regel der von der Massnahme betroffenen Person\ndirekt überwiesen. Direktzahlungen an die Institution erfolgen keine. Diesfalls stellt der Anteil\nder Ergänzungsleistung vorfinanzierte Massnahmenkosten der KESB dar (E. 7.4 ff.).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) wurde mit Entscheid der Kindesund Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Mittelland Nord (nachfolgend: Vorinstanz)\nvom 25. August 2017 zur psychiatrischen Begutachtung ins C.________ untergebracht. Per 4. Oktober 2017 ordnete die Vorinstanz die fürsorgerische Unterbringung\nder Beschwerdeführerin im C.________ an. Am 26. September 2018 wurde die Beschwerdeführerin im Rahmen der fürsorgerischen Unterbringung in den D.________\nversetzt. Per 30. November 2019 wurde die fürsorgerische Unterbringung aufgehoben.\n\n2.\n2.1 Mit Entscheid vom 23. April 2020 legte die Vorinstanz die Kostenbeteiligung der Beschwerdeführerin an den Massnahmenkosten für die Periode vom 5. Oktober 2017\nbis zum 30. November 2019 fest. Dabei verpflichtete sie die Beschwerdeführerin,\nsich mit CHF 72'326.55 an den Kosten der fürsorgerischen Unterbringung zu beteiligen. Zudem stellte sie fest, dass der Kanton per 30. November 2019 Kosten im\nUmfang von CHF 58'698.20 vorfinanziert hatte (Gesamtkosten von\nCHF 131'024.75). Zufolge von Hinweisen auf eine nicht korrekte Abrechnung mit der\nAusgleichskasse im Rahmen der Ergänzungsleistungen wurde im Entscheid zudem\ndarauf hingewiesen, dass ein allfälliger Schadensfall mit der Genehmigung des beiständlichen Berichts und der Rechnung der Periode vom 8. November 2017 bis\n30. Oktober 2019 (recte: 31. Oktober 2019) geprüft werde.\n2.2 Die Beschwerdeführerin erhob am 21. Juni 2020 beim Kindes- und Erwachsenenschutzgericht des Kantons Bern Beschwerde gegen den Entscheid der Vorinstanz\nvom 23. April 2020 (Verfahren KES 20 510).\n2.3 Daraufhin zog die Vorinstanz den Entscheid vom 23. April 2020 teilweise in Wiedererwägung. Dies weil sie durch die Beschwerde vom 21. Juni 2020 darauf aufmerksam wurde, dass die Beschwerdeführerin bereits ab dem 25. August 2017 im\nC.________ untergebracht war und dadurch Gesamtkosten im Umfang von\n\n2\nCHF 159'134.65 (anstelle von CHF 131'024.75) entstanden waren. Entsprechend\nerkannte die Vorinstanz mit Entscheid vom 22. Juli 2020 Folgendes:\n1. A.________ wird in Wiedererwägung des Entscheids der KESB Mittelland Nord vom 23.04.2020\nverpflichtet, sich für die Periode vom 25.08.2017 bis 30.11.2019 mit CHF 72'326.55 an den Kosten\nfür die fürsorgerische Unterbringung zu beteiligen. Die Rechnungsstellung erfolgt an die Beiständin.\n2. Es wird festgestellt, dass der Kanton per 30.11.2019 Kosten im Umfang von insgesamt\nCHF 86'808.10 für die fürsorgerische Unterbringung vorfinanziert hat.\n\n3. Es wird festgestellt, dass gemäss Entscheid der KESB Mittelland Nord vom 13.05.2020 die Regulierung eines allfälligen Schadens durch das unkorrekte Abrechnen mit der Ausgleichskasse im\nRahmen der Ergänzungsleistung für die Zeit vom Oktober 2019 - Februar 2020 in einem separatem Verfahren geprüft und entschieden wird.\n4. Die Sozialdienste E.________ werden aufgefordert, einen nachträglichen Vermögensanfall infolge des Schadenfalls umgehend der KESB Mittelland Nord mitzuteilen.\n\n5. Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.\n\n"}