{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2020-07-16", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2020-546_2020-07-16.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2020_546_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7782cd2a2142f6811bb4e660b305e426ccd3261c4b649d1248fcffcb1d9cd08f8eb894a13d60910cf3d77876e87469c225f?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7782cd2a2142f6811bb4e660b305e426ccd3261c4b649d1248fcffcb1d9cd08f8eb894a13d60910cf3d77876e87469c225f&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2020_546", "Checksum": "064fbb455de1f58d3c3b976f9b82cc2e"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2020 546"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 16.07.2020 KES 2020 546"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 16.07.2020 KES 2020 546"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 16.07.2020 KES 2020 546"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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Juli 2020\n\nBesetzung Oberrichter D. Bähler (Referent), Oberrichterin Grütter und Oberrichter Hurni\nGerichtsschreiberin Brütsch\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberaargau, Städtli 26, Postfach 239, 3380 Wangen an der Aare\nVorinstanz\n\nGegenstand «Aufsichtsbeschwerde»\n\nBeschwerde gegen die Verfügungen der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberaargau vom 5. Juni 2020 (Feststellung gescheiterter Einigungsversuche betreffend Regelung\nvon Kinderunterhalt; Referenz: 2020-2598, 2599, 2600, 3824)\nRegeste:\nAnfechtbarkeit von Feststellungsverfügungen der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden über gescheiterte Einigungsversuche bei der Regelung von Kinderunterhalt (Entfall des Schlichtungsobligatoriums; Art. 198 Bst. bbis ZPO)\nNatur des «Vermittlungsverfahrens» vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde und\n(grundsätzlich) fehlende Anfechtbarkeit der entsprechenden Feststellungsverfügung (E. 6.4\nund 6.5).\nBeim Kindes- und Erwachsenenschutzgericht kann nur gegen den Kostenentscheid Beschwerde geführt werden. Für die Prüfung des gültigen Zustandekommens der Verfügungen\nist das Kindes- und Erwachsenenschutzgericht nicht zuständig (E. 6.6 und 6.7).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) und B.________ sind die geschiedenen und getrennt lebenden Eltern der drei Kinder C.________ (volljährig),\nD.________ und E.________. Der Beschwerdeführer hat noch ein weiteres Kind mit\nF.________ (G.________).\n\n2.\n2.1 Am 23. September 2019 hat sich der Beschwerdeführer zur (Neu-)Regelung des\nKindesunterhalts betreffend seine vier Kinder an den Sozialdienst H.________ gewandt. Daraufhin hat der angerufene Sozialdienst Abklärungen getätigt.\n2.2 Mit Verfügungen vom 5. Juni 2020 stellte die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberaargau (nachfolgend: Vorinstanz) fest, dass im Vermittlungsverfahren durch den Regionalen Sozialdienst für alle Kinder keine Unterhaltsverträge\nzustande gekommen seien, weshalb das Schlichtungsverfahren nach Art. 198\nBst. bbis der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) entfalle. Diese\nFeststellung berechtige während einer Dauer von 3 Monaten zur Einreichung der\nUnterhaltsklage beim zuständigen Regionalgericht. Die Verfahrenskosten von\nCHF 75.00 bzw. CHF 150.00 wurden den drei Elternteilen zu gleichen Teilen auferlegt (vgl. die Verfügungen in Beschwerdebeilage 19).\n\n3.\n3.1 Mit Schreiben vom 4. Juli 2020 (Postaufgabe gleichentags) reichte der Beschwerdeführer beim Kindes- und Erwachsenenschutzgericht eine «Aufsichtsbeschwerde wegen Untätigkeit und Rechtsverzögerung» gegen die erstinstanzliche(n) Verfügung(en) vom 5. Juni 2020 ein. Er führte aus, dass es sich bei der Ausstellung der\nFeststellungsverfügung(en) um eine Untätigkeit und eine bewusste Rechtsverzögerung des Sozialdienstes und der Vorinstanz handle. Die Begründung mit der Komplexität sei gegenüber den Beteiligten nie belegt worden. In dieser Angelegenheit sei\n\n2\nden Beteiligten das rechtliche Gehör nicht gewährt worden und es hätten nie verhandelbare Berechnungen für alle Parteien vorgelegen. Weder der Sozialdienst, noch\ndie Vorinstanz könnten beurteilen, ob eine Einigung zustande gekommen wäre\n(pag. 1 f.).\nDer Beschwerdeführer beantragt, dass die Kosten des Beschwerdeverfahrens und\ndie Gerichtskosten vollumfänglich durch die Amtskasse zu tragen seien (pag. 3).\n3.2 Mit Verfügung vom 8. Juli 2020 bestätigte der Instruktionsrichter den Eingang der\nBeschwerde und stellte den Parteien weitere Verfügungen in Aussicht (pag. 7 f.).\n3.3 Die Beschwerdeinstanz hat auf das Einholen einer Vernehmlassung der Vorinstanz\nverzichtet (Art. 69 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG;\nBSG 155.21]).\n\n3\nII.\n\n"}