{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2020-03-11", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2020-22_2020-03-11.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2020_22_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7783f63fb599b6dc89faf39ac9e2a8575eadd34f542faaa95c9c0f13d383e3d4f921f3763267e16cb1e4d24dccee179fd69?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7783f63fb599b6dc89faf39ac9e2a8575eadd34f542faaa95c9c0f13d383e3d4f921f3763267e16cb1e4d24dccee179fd69&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2020_22", "Checksum": "0a86b6f06a37250caf18699a0d202f7d"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2020 22"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 11.03.2020 KES 2020 22"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 11.03.2020 KES 2020 22"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 11.03.2020 KES 2020 22"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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März 2020\n\nBesetzung Oberrichter Hurni (Referent), Oberrichterin Grütter und Oberrichter\nD. Bähler\nGerichtsschreiberin Brütsch\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nBeschwerdeführer 1\nB.________\nBeschwerdeführerin 2\n\ngegen\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Seeland,\nStadtplatz 33, Postfach 29, 3270 Aarberg\nVorinstanz\n\nC.________\nBeschwerdegegner\n\nD.________\nE.________\nBetroffene\n\nGegenstand Beendigung des Beistandsamtes von A.________ gemäss Art. 421\nZGB von Gesetzes wegen\nErnennung von F.________ zur neuen Beiständin\nAnpassung der Aufgaben der Beiständin\n\nBeschwerden gegen den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Seeland vom 19. Dezember 2019\n(Referenz: 11753392/2014-2335, 2014-2342)\nRegeste:\n\nEnde der Beistandschaft von Gesetzes wegen bei Auflösung der organisationsrechtlichen Grundlagen\n\nWird die organisationsrechtliche Grundlage zur Führung einer Beistandschaft aufgelöst\nund wirkt sich dies wie eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit der Beistandsperson\naus, gilt dies als wichtiger Grund i.S.v. Art. 422 Abs. 2 und Art. 423 Abs. 2 Ziff. 2 des\nSchweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210). Gleiches hat zu gelten, wenn die organisationsrechtliche Vertragsgrundlage von vornherein einer Befristung unterliegt. Im\nEinzelfall ist das Mandat weiterzuführen, wenn die besonderen Schutzinteressen der betroffenen Person bei der Auflösung des Mandatsverhältnisses verletzt würden (E. 9.3 f.\nund E. 11.1).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. B.________ (nachfolgend: Kindsmutter/Beschwerdeführerin 2) und C.________\n(nachfolgend: Kindsvater/Beschwerdegegner) sind die seit 2009 geschiedenen Eltern von D.________ (geb. ________) und E.________ (geb. ________; beide\nnachfolgend: Betroffene). Die Kindseltern haben noch zwei weitere Kinder,\nG.________ und H.________. Die Kinder stehen unter der gemeinsamen elterlichen Sorge beider Elternteile.\n\n2. Im März 2017 schlossen der Regionale Sozialdienst I.________ und die\nJ.________ GmbH für Kindes- und Erwachsenenschutzmandate (nachfolgend:\nJ.________) einen Vertrag, in dem die Regionalen Sozialdienste I.________ die\nFührung von Beistandschaftsmandaten im Kindes- und Erwachsenenschutz infolge\nvon Personalengpässen an Mitarbeitende der J.________ übertrugen. Dieser Vertrag wurde bis am 31. März 2020 befristet.\n2.1 Gestützt auf zwei Gefährdungsmeldungen hob die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Seeland (nachfolgend: Vorinstanz) das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Kindsmutter über alle vier Kinder mit Entscheiden vom 29. bzw.\n31. März 2017 (super-)provisorisch auf und platzierte sie beim Kindsvater.\n2.2 Da die Betroffenen im Nachgang an die Platzierung aufgrund einer einvernehmlichen Lösung zwischen den Kindseltern wieder zur Kindsmutter zurückgekehrt sind,\nhob die Vorinstanz den Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Kindsmutter\nfür die beiden mit Entscheid vom 11. Mai 2017 auf und errichtete für sie unter anderem eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210). Als Beistandsperson ernannte die Vorinstanz\nA.________ der J.________ (nachfolgend: Beistand/Beschwerdeführer 1). Dem\nBeistand wurden die Aufgaben erteilt, die Eltern mit Rat und Tat in der Ausübung\nihrer elterlichen Pflichten zu unterstützen und bei der Kommunikation zwischen den\n\n"}