{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2020-05-19", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2020-15_2020-05-19.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2020_15_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778c718fa074963a4a6fdc704dc175902baa3d424e597bf0aafc460a59d063078770bcbbeb4b7bbccf9679964aacba311ae?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778c718fa074963a4a6fdc704dc175902baa3d424e597bf0aafc460a59d063078770bcbbeb4b7bbccf9679964aacba311ae&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2020_15", "Checksum": "43f022dd4793e31b8191b83e6a434af8"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2020 15"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 19.05.2020 KES 2020 15"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 19.05.2020 KES 2020 15"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 19.05.2020 KES 2020 15"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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Mai 2020\n\nBesetzung Oberrichterin Grütter (Referentin), Oberrichter Hurni und\nOberrichter Schlup\nGerichtsschreiberin Bank\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nvertreten durch Advokat und Notar B.________\nBeschwerdeführer\n\nC.________\nvertreten durch Advokat und Notar B.________\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nBurgerliche Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde\n(bKESB), Amthausgasse 28, Postfach, 3011 Bern\nVorinstanz\n\nD.________\nvertreten durch Rechtsanwalt E.________\nBetroffene\n\nF.________\nvertreten durch Rechtsanwalt G.________\nBeschwerdegegnerin\nGegenstand Prüfung Vorsorgeauftrag (Art. 363 Abs. 2 ZGB)\nAblösung der vorsorglichen Massnahme nach Art. 445\nAbs. 1 ZGB und Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft mit\nEinkommens- und Vermögensverwaltung (Art. 394 Abs. 1 und 2\ni.V.m. Art. 395 Abs. 1 und 4 ZGB)\nBeistandswechsel per 1. Januar 2020 (Art. 422 Abs. 1 ZGB)\n\nBeschwerde gegen den Entscheid der burgerlichen Kindes- und\nErwachsenenschutzbehörde (bKESB) vom 7. November 2019\n\n2\nRegeste:\n\nBeschwerdelegitimation von nahestehenden Personen gemäss Art. 450 Abs. 2\nZiff. 2 ZGB\n\nDie nahestehende Person ist gestützt auf Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB nur zur Beschwerde\nlegitimiert, wenn sie geeignet erscheint, die Interessen der betroffenen Person wahrzunehmen, und mit der Beschwerde auch tatsächlich deren Interessen verfolgt (E. 9.2). Will\ndie nahestehende Person Prozesshandlungen vornehmen, die im Widerspruch zu den\nInteressen der betroffenen Person stehen, ist sie nur unter den Voraussetzungen von\nArt. 450 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB – wenn sie die Verletzung eigener Rechte geltend macht – zur\nBeschwerde legitimiert (E. 9.3, 10.3).\n\nFür die Beurteilung der Frage, ob ein tatsächliches und aktuelles Interesse an der Beschwerde besteht, kommt es bei der nahestehenden Person, die nur im Interesse der betroffenen Person Beschwerde erheben kann, auf die Perspektive der betroffenen Person\nan. Kein Rechtsschutzinteresse besteht daher, wenn sich die betroffene Person im Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde mit der getroffenen Massnahme einverstanden erklärt hatte oder ihr mutmasslicher Wille auf ein entsprechendes Einverständnis schliessen lässt (E. 11.2 f.).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1.\n1.1 Mit Schreiben vom 19. September 2013 und vom 21. Januar 2014 reichten\nA.________ und C.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) bei der burgerlichen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (bKESB; nachfolgend: Vorinstanz)\nGefährdungsmeldungen betreffend ihre Mutter, D.________ (nachfolgend: Betroffene), ein. Sie beantragten, es seien vorsorgliche Massnahmen zum Schutz der\nBetroffenen sowie ihres Vermögens zu treffen. Es sei eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung und mit Vertretung im Rechtsverkehr zu errichten.\n1.2 Die Vorinstanz ordnete für die Betroffene mit Entscheid vom 6. Februar 2014 im\nSinne einer superprovisorischen Massnahme eine Vertretungsbeistandschaft mit\nEinkommens- und Vermögensverwaltung nach Art. 394 i.V.m. Art. 395 des Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) mit vorläufigem Entzug der Handlungsfähigkeit an.\n1.3 Mit Entscheid vom 22. April 2014 errichtete die Vorinstanz für die Betroffene vorsorglich eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung, wobei ihre Handlungsfähigkeit teilweise eingeschränkt wurde. Als Beistand\nwurde H.________ eingesetzt. Für die persönlichen Belange der Betroffenen wurden keine Massnahmen getroffen. Die gegen diesen Entscheid erhobene Be-\n\n"}