{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2020-05-18", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2020-141_2020-05-18.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2020_141_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77845c864c4a17e4f9fb1f2c042d268c046fd036b087c7df1b473e676d183c5d42d17aca3ac2200e43713bfc049f38696e9?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e77845c864c4a17e4f9fb1f2c042d268c046fd036b087c7df1b473e676d183c5d42d17aca3ac2200e43713bfc049f38696e9&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2020_141", "Checksum": "ae8cdb88279400888afbc9534dada7f6"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2020 141"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 18.05.2020 KES 2020 141"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 18.05.2020 KES 2020 141"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 18.05.2020 KES 2020 141"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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Bähler\nGerichtsschreiberin von Hünerbein\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nvertreten durch Rechtsanwalt B.________\nBeschwerdeführerin\n\ngegen\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberland\nWest, Amthausgasse 4, Postfach 74, 3714 Frutigen\nVorinstanz\n\nGegenstand Abweisung des Antrags auf Aufhebung der Beistandschaft\nÜbertragung der Beistandschaft an die KESB Bern per\n01.03.2020\nEntlassung von C.________ aus dem Amt als Beiständin per\n29.02.2020\nErnennung von D.________, Amt für Erwachsenen- und Kindesschutz (EKS), Stadt Bern, zum Beistand per 01.03.2020\n\nBeschwerde gegen den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberland West vom 14. Januar 2020\n(11751170/2015-1946)\nGesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom 13. Februar 2020\nRegeste:\n\nBerücksichtigung offensichtlicher Mängel von Amtes wegen; offensichtlicher Mangel bei unrichtiger Zusammensetzung des Spruchkörpers\n\nDas Kindes- und Erwachsenenschutzgericht konzentriert sich bei der Überprüfung des\nangefochtenen Entscheids in erster Linie auf die von den Parteien dagegen vorgebrachten\nrechtlichen oder tatsächlichen Beanstandungen. Von Amtes wegen zu berücksichtigen\nsind offensichtliche Mängel (E. 19.2).\n\nDie mangelhafte Besetzung des Spruchkörpers der KESB, die im Kernbereich ihrer Tätigkeit in Einzelbesetzung anstatt in der regulären interdisziplinären Kollegialbesetzung entschieden hat, stellt einen offensichtlichen Mangel dar (Art. 440 Abs. 2 ZGB i.V.m. Art. 57\nKESG e contrario; E. 16 ff. und E. 19.3).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. Für A.________ (geb. 1942; nachfolgend Beschwerdeführerin) wurde von der Kin-\ndes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberland West (nachfolgend Vorinstanz) am 5. Oktober 2015 eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und\nVermögensverwaltung gemäss Art. 394 Abs. 1 i.V.m. Art. 395 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) errichtet und am 9. Januar 2017 um\neine Mitwirkungsbeistandschaft gemäss Art. 396 ZGB erweitert. Seit dem\n1. April 2019 ist die Beistandschaft von C.________ vom Sozialdienst der Gemeinde E.________ geführt worden.\n\n2. Nach dem Umzug der Beschwerdeführerin von E.________ nach Bern beantragte\ndie Vorinstanz der KESB Bern am 3. Oktober 2019 die Übernahme der Massnahme zur Weiterführung. Daraufhin sicherte die KESB Bern die Übernahme zu und\nteilte mit, dass D.________ des Amtes für Erwachsenen- und Kindesschutz (EKS)\nder Stadt Bern zur Übernahme des Mandates zur Verfügung stehe (E-Mails vom\n10. Oktober 2019 und vom 18. Oktober 2019).\n\n3. Am 11. Oktober 2019 stellte die Beschwerdeführerin bei der Vorinstanz Antrag auf\nAufhebung der Beistandschaft (undatiertes Schreiben; Eingang bei der Vorinstanz\nam 11. Oktober 2019).\n\n4. Nach der Einholung einer Stellungnahme von der Beiständin sowie der persönlichen Anhörung der Beschwerdeführerin erliess die Vorinstanz am 14. Januar 2020\nden folgenden Entscheid:\n1. Der Antrag von A.________ auf Aufhebung ihrer Beistandschaft wird abgewiesen.\n\n2\n2. Die kombinierte Beistandschaft gemäss Art. 397 ZGB, bestehend aus einer Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung gemäss Art. 394 Abs. 1 ZGB i.V.m.\nArt. 395 Abs. 1 ZGB und einer Mitwirkungsbeistandschaft gemäss Art. 396 ZGB wird per\n01.03.2020 unverändert an die KESB Bern übertragen.\n\n3. Die bisherige Beiständin, C.________, wird per 29.02.2020 mit bestem Dank für ihre geleisteten\nDienste aus ihrem Amt als Beiständin von A.________ entlassen.\n\n4. C.________, wird eingeladen, bis spätestens am 30.04.2020 den Schlussbericht und die\nSchlussrechnung für die verlängerte Berichtsperiode vom 01.11.2017 bis 29.02.2020 bei der\nKESB Oberland West einzureichen. Die Schlussrechnung gilt als Eingangsinventar für den neuen Beistand.\n\n5. D.________, Amt für Erwachsenen- und Kindesschutz (EKS), Stadt Bern, wird per 01.03.2020\nzum neuen Beistand für A.________ ernannt mit den unveränderten Aufgaben gemäss Entscheid der KESB Oberland West vom 12.03.2019:\n\nIm Rahmen der Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung gemäss Art. 394 Abs. 1 i.V.m. Art. 395 Abs. 1 ZGB,\n\n"}