{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2020-04-30", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2020-112_2020-04-30.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2020_112_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778f8f1ac62666de2bb285a93d529ed85b0147984d3d1dce0819eac00c8a583243f68d35520674e37c4e6ca38f2ce1e9adf?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778f8f1ac62666de2bb285a93d529ed85b0147984d3d1dce0819eac00c8a583243f68d35520674e37c4e6ca38f2ce1e9adf&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2020_112", "Checksum": "b3276b55ef754963d5d4e311346fc4f8"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2020 112"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 30.04.2020 KES 2020 112"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 30.04.2020 KES 2020 112"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 30.04.2020 KES 2020 112"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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April 2020\n\nBesetzung Oberrichter Hurni (Referent), Oberrichterin Grütter und Oberrichter D. Bähler\nGerichtsschreiber Stuber\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nBeschwerdeführerin\n\nB.________\nBetroffener\n\ngegen\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Bern, Weltpoststrasse 5, Postfach 128, 3000 Bern 15\nVorinstanz\n\nGegenstand Beteiligung an Massnahmekosten\n\nBeschwerde gegen den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Bern vom 22. Januar 2020\n(Ref. 11780906/2016-6851)\nRegeste:\n\nEhegatten sind im Rahmen des ehelichen Unterhalts verpflichtet, die notwendigen Pflegeund Betreuungskosten des anderen zu tragen oder abzusichern. Entsprechend sind die\nfinanziellen Verhältnisse der Ehegattin der betroffenen Person bei der Beteiligung an den\nMassnahmekosten zu berücksichtigen (E. 4.2). Im Rahmen der ehelichen Unterhaltspflicht\nmuss die Ehegattin gegebenenfalls Vermögen, inklusive Eigengut, aufwenden (E. 4.5).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1.\n1.1 B.________ (nachfolgend Betroffener) ist an Frontotemporaler Demenz erkrankt.\nDie Krankheit führte dazu, dass der Betroffene in den letzten Jahren mehrmals in\nverschiedenen Institutionen fürsorgerisch untergebracht werden musste.\nIm Zeitraum vom 1. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2019 war der Betroffene im\nC.________ Pflegezentrum in D.________ und zeitweise in den Universitären\nPsychiatrischen Diensten (UPD) untergebracht. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Bern bezahlte für diesen Zeitraum insgesamt\nCHF 30‘234.40 vorschüssig, wobei CHF 16‘946.40 auf die Unterbringung im\nC.________ Pflegezentrum in D.________ und CHF 13‘288.00 auf die Unterbringung in den UPD entfielen.\n1.2 Mit Entscheid vom 22. Januar 2020 verpflichtete die KESB den Betroffenen, sich\nfür die Periode vom 1. Oktober 2019 bis 31. Dezember 2019 mit CHF 30‘234.40 an\nden Kosten der fürsorgerischen Unterbringung zu beteiligen.\n1.3 Gegen diesen Entscheid wehrte sich A.________ (nachfolgend Beschwerdeführerin) mit Beschwerde vom 4. Februar 2020 (Postaufgabe am gleichen Tag). Sie beantragt sinngemäss, der Betroffene habe sich nicht an den auf die fürsorgerische\nUnterbringung in den UPD entfallenden Kosten von CHF 13‘288.00 zu beteiligen\n(pag. 1 ff.).\n1.4 Die KESB erklärte mit Schreiben vom 20. Februar 2020, auf die Einreichung einer\nStellungnahme zu verzichten (pag. 15).\n\nII.\n\n2.\n2.1 Für Beschwerden gegen Entscheide der KESB ist das Kindes- und Erwachsenenschutzgericht zuständig (Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches\n[ZGB; SR 210] i.V.m. Art. 65 des Gesetzes über den Kindes- und Erwachsenenschutz [KESG; BSG 213.316] und Art. 28 Abs. 4 des Organisationsreglements des\nObergerichts [OrR OG; BSG 162.11]).\n\n2\n2.2 Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach den Bestimmungen gemäss Art. 450 ff. ZGB. Subsidiär gelangt kantonales Verfahrensrecht, nämlich Art. 65 ff. KESG, zur Anwendung (vgl. Art. 1 Abs. 1 Bst. d KESG).\nDieses verweist seinerseits in Art. 72 KESG auf die Bestimmungen des Gesetzes\nüber die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).\n2.3 Die Beschwerdeführerin ist als Ehefrau des Betroffenen beschwerdelegitimiert\n(Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB).\n2.4 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 450b Abs. 1 ZGB und\nArt. 42 Abs. 2 VRPG und Art. 450 Abs. 3 ZGB) ist einzutreten.\n2.5 Da sich keine fachspezifischen Fragen des Erwachsenenschutzes stellen, erfolgt\ndie Entscheidfindung durch drei hauptamtliche Richterinnen und Richter (Art. 45\nAbs. 3 Bst. b des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der\nStaatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).\n2.6 Das Kindes- und Erwachsenenschutzgericht stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest (Art. 72 KESG i.V.m. Art. 18 Abs. 1 VRPG).\n\nIII.\n\n"}