{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2019-12-17", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2019-658_2019-12-17.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2019_658_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778f93b3590304ecbb6466db8f0eba921dc3fcfa69dbd82c3b6a3e965ea612096dc80bbc6ef4aae8255df596cfd648db90c?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778f93b3590304ecbb6466db8f0eba921dc3fcfa69dbd82c3b6a3e965ea612096dc80bbc6ef4aae8255df596cfd648db90c&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2019_658", "Checksum": "4a65a10858f27bccd71a415fbc03eba3"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2019 658"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 17.12.2019 KES 2019 658"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 17.12.2019 KES 2019 658"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 17.12.2019 KES 2019 658"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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Dezember 2019\n\nBesetzung Oberrichterin Grütter (Referentin), Oberrichter Hurni und Oberrichter Schlup\nGerichtsschreiberin Wittwer\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nB.________\nBeschwerdegegnerin\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberaargau, Städtli 26, Postfach 239, 3380 Wangen an der Aare\nVorinstanz\n\nGegenstand Feststellung des gescheiterten Einigungsversuchs betreffend Regelung des Unterhaltes für C.________, geb. ________ und\nD.________, geb. ________\n\nBeschwerde gegen die Kostenverfügung der KESB Oberaargau\nvom 21. August 2019 (Referenz: 2014-1996)\nRegeste:\nBekunden beide Elternteile vor der KESB die Absicht, einvernehmlich einen Unterhaltsvertrag zu erstellen bzw. abzuändern und von der KESB genehmigen zu lassen, sind die Kosten bei gescheitertem Einigungsversuch den Elternteilen in analoger Anwendung von\nArt. 107 ZPO, d.h. nach Ermessen, aufzuerlegen (E. 15.2).\nDie je hälftige Auferlegung der Kosten unter den Elternteilen trägt dem Umstand Rechnung, dass bei einem gescheiterten Einigungsversuch kein Obsiegen oder Verlieren ausgemacht werden kann und es insbesondere in familienrechtlichen Verfahren nicht opportun ist, nach einem «Verschulden» oder «Mehrverschulden» für das Nichtzustandekommen einer Vereinbarung zu suchen (E. 15.2).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1. A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) ist der Vater der minderjährigen\nKinder C.________ (geb. ________) und D.________ (geb. ________). Er ist mit\nder Kindsmutter B.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) nicht verheiratet\nund lebt von ihr getrennt.\n\n2. Nachdem die KESB Oberaargau nach Erhalt einer Gefährdungsmeldung für die\nKinder C.________ und D.________ mit Schreiben vom 13. Juni 2018 die Sozialen\nDienste E.________ mit der Durchführung einer Sachverhaltsabklärung beauftragt\nhatte und der entsprechende Bericht vom 18. Februar 2019 bei der KESB eingegangen war, fand am 8. März 2019 eine Anhörung der Kindseltern vor der KESB\nstatt. In dieser kamen die Kindseltern überein, dass die faktische Obhut über die\nKinder neu dem Kindsvater zugeteilt werden solle.\n\nIn der Folge verzichtete die KESB Oberaargau mit Entscheid vom 29. März 2019\nauf die Anordnung von Kindesschutzmassnahmen und teilte die Obhut über die\nbeiden Kinder – wie an der Anhörung besprochen – per 1. Mai 2019 dem Kindsvater zu.\n\n3. Bereits am Anhörungstermin vom 8. März 2019 hatten beide Elternteile eine Absichtserklärung für die Regelung oder Abänderung des Kindesunterhaltes unterzeichnet (aufgrund der Obhutsumteilung galt es die für C.________ von der KESB\nam 14. November 2014 genehmigte Vereinbarung abzuändern und für D.________\nbestand noch keine Unterhaltsvereinbarung).\n\nAllerdings gelang es dem Regionalen Sozialdienst F.________ in der Folge nicht,\neine Einigung zu erzielen. Nachdem beide Elternteile am 1. April 2019 zunächst einen Termin beim Regionalen Sozialdienst F.________ wahrgenommen hatten,\nreichte die Beschwerdegegnerin auch nach dreimaliger Mahnung nicht sämtliche\nbenötigten Belege ein.\n\n2\n4. In ihrer Verfügung vom 21. August 2019 stellte die KESB Oberaargau daher in\nZiff. 1 fest, dass sich die Parteien im Rahmen des Verfahrens bei der KESB bzw.\nim Rahmen des Beratungsangebots beim Regionalen Sozialdienst F.________\nnicht geeinigt hätten, weswegen im Verfahren betreffend Regelung des Unterhalts\nfür C.________ und D.________ das Schlichtungsverfahren entfalle (Art. 198\nBst. bbis der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272]). In Ziff. 2 wurde\nfestgehalten, dass diese Feststellung während der Dauer von 3 Monaten nach\nEröffnung zur Einreichung der Unterhaltsklage direkt beim zuständigen Regionalgericht berechtige. In Ziff. 3 wurden die Verfahrenskosten auf pauschal CHF\n300.00 festgesetzt und den Eltern je zur Hälfte auferlegt.\n\nDagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. August 2019 Beschwerde beim Kindes- und Erwachsenenschutzgericht des Kantons Bern und beantragte, es seien die Verfahrenskosten in Abänderung von Ziff. 3 der Verfügung\nvollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.\n\nZur Begründung führte er aus, er habe alle Dokumente fristgerecht eingereicht und\nsomit sein Möglichstes getan. Das Scheitern des Einigungsversuches sei somit\nnicht durch ihn verschuldet.\n\n"}