{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2019-08-28", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2019-519_2019-08-28.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2019_519_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778c25515714924d52b60cc8e791bb5cce88d207be27d7f084ed51405c27a0e26e9b6a9f95d46d6b98bbc175bd3fc0d3bca?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778c25515714924d52b60cc8e791bb5cce88d207be27d7f084ed51405c27a0e26e9b6a9f95d46d6b98bbc175bd3fc0d3bca&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2019_519", "Checksum": "5b4bc3b2a1bbd4214dbada933a903d8b"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2019 519"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 28.08.2019 KES 2019 519"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 28.08.2019 KES 2019 519"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 28.08.2019 KES 2019 519"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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Bähler\nGerichtsschreiberin Brütsch\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nvertreten durch Fürsprecher B.________\nBeschwerdeführer / Gesuchsteller im uR-Verfahren\n\nC.________\nBetroffene\n\ngegen\n\nD.________\nBeschwerdegegnerin / Gesuchsgegnerin im uR-Verfahren\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberaargau, Städtli 26, Postfach 239, 3380 Wangen an der Aare\nVorinstanz\n\nGegenstand Regelung des Besuchsrechts gemäss Art. 273 Abs. 3 ZGB\nGesuch um unentgeltliche Rechtspflege\n\nBeschwerde gegen den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberaargau vom 6. Juni 2019\n(Ref. 11590453/2015-5874)\nRegeste:\n\nRechtliches Gehör; Heilung\n\nKeine Heilung des rechtlichen Gehörs vor dem Kindes- und Erwachsenenschutzgericht,\nwenn vor der ersten Instanz zu Unrecht keine persönliche Anhörung eines Elternteils\nstattgefunden hat. Dies gilt selbst bei umfassender Kognition, da damit für die Parteien ein\nproblematischer Verlust einer Rechtsmittelinstanz verbunden wäre (E. 6.1 f.).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1.\n1.1 D.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) und A.________ (nachfolgend:\nBeschwerdeführer) sind die verheirateten, getrenntlebenden Eltern von\nC.________, geb. ________2009 (nachfolgend: Betroffene). Die Betroffene steht\nunter gemeinsamer elterlicher Sorge beider Eltern. Mit Eheschutzentscheid vom\n23. Oktober 2015 (entsprechend der gleichentags abgeschlossenen Trennungsvereinbarung) stellte das Regionalgericht Bern-Mittelland die Betroffene unter die\nObhut der Beschwerdegegnerin. Zusätzlich regelte dieser Entscheid das (provisorische) Besuchsrecht des Beschwerdeführers und für die Betroffene wurde eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 ZGB errichtet. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberaargau (nachfolgend: Vorinstanz) wurde mit\ndem Vollzug der angeordneten Massnahmen betraut. Nach einer Ausweitung der\nBeistandschaft auf Art. 308 Abs. 2 ZGB erfuhr das Kontaktrecht zwischen der Betroffenen und ihrem Vater in der darauffolgenden Zeit mehrere Anpassungen (zur\nVorgeschichte s. die Vorakten der Vorinstanz).\n1.2 Mit Entscheid vom 24. September 2018 beauftragte die Vorinstanz die Beiständin\nder Betroffenen, ein Besuchsrecht für den Beschwerdeführer auszuarbeiten und\nder Vorinstanz entsprechende Empfehlungen abzugeben. Während dieser Zeit galt\ndie Besuchsregelung, dass der Beschwerdeführer die Betroffene alle zwei Wochen\njeweils am Sonntag von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr besuchen durfte. Die Beiständin\nbeantragte daraufhin mit Schreiben vom 10. April 2019 bei der Vorinstanz eine Anhörung der Kindseltern, da keine zufriedenstellende Besuchsregelung habe festgelegt werden können (Vorakten der Vorinstanz ab 1. Januar 2019, Lasche 2).\n1.3 Am 7. Mai 2019 fand vor der Vorinstanz eine Anhörung statt, welcher der Beschwerdeführer unentschuldigt fernblieb (S. 2 des Protokolls in den Vorakten der\nVorinstanz ab 1. Januar 2019, Lasche 2).\n1.4 Mit Entscheid vom 6. Juni 2019 regelte die Vorinstanz das Besuchsrecht des Beschwerdeführers neu bzw. beschränkte die Besuche auf einen Sonntag pro Monat.\nZusätzlich auferlegte sie dem Beschwerdeführer die Verfahrenskosten von\nCHF 250.00 (s. Ziff. 1 des Entscheiddispositivs).\n\n2\n2.\n2.1 Mit Eingabe vom 8. Juli 2019 (Postaufgabe gleichentags) erhob der Beschwerdeführer beim Kindes- und Erwachsenenschutzgericht des Kantons Bern Beschwerde\ngegen den vorinstanzlichen Entscheid und beantragte dessen vollumfängliche Aufhebung (unter Kosten- und Entschädigungsfolgen; pag. 3 ff.). Zusätzlich reichte er\nein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ein (pag. 15 ff.).\n2.2 Mit Eingabe vom 17. Juli 2019 verlangte die Beschwerdegegnerin sinngemäss eine\nAbweisung der Beschwerde (pag. 29 f.).\n2.3 In ihrer Stellungnahme vom 8. August 2019 hielt die Vorinstanz an ihrem Entscheid\nfest (pag. 35 f.).\n\nII.\n\n"}