{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2020-01-24", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2019-461_2020-01-24.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2019_461_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7783b0fb42780fef4860fa6c5dd7114ce83bdd592a8ff5c33ead0d124ba7d8446d7d3a359339df82ffac8c05a7811bed4ba?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e7783b0fb42780fef4860fa6c5dd7114ce83bdd592a8ff5c33ead0d124ba7d8446d7d3a359339df82ffac8c05a7811bed4ba&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2019_461", "Checksum": "be342317807b77dfdeb156a432d7ba25"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2019 461"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 24.01.2020 KES 2019 461"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 24.01.2020 KES 2019 461"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 24.01.2020 KES 2019 461"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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Januar 2020\n\nBesetzung Oberrichter Hurni (Referent), Oberrichterin Grütter und Oberrichter Schlup\nGerichtsschreiberin Mosimann\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nB.________\nC.________\nD.________\nalle vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. E.________\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nV-H.F.________\nvertreten durch Fürsprecher G.________\nBeschwerdegegnerin\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberland\nWest, Amthausgasse 4, Postfach 74, 3714 Frutigen\nVorinstanz\n\nH.________, derzeitiger Aufenthalt im Alters- und Pflegeheim\nI.________\nBeiständin: J.________, Sozialdienst Saanenland, Bergmattstrasse 21, 3777 Saanenmöser\nBetroffene\nGegenstand Zustimmung zu gerichtlicher Vereinbarung und zum Verkauf von\nGrundstücken gemäss Art. 416 Abs. 1 Ziff. 4 und 9 ZGB\n\nBeschwerde gegen den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberland West vom 16. Mai 2019\n(11580009/2015-5646)\n\n2\nRegeste:\n\nZustimmung zu gerichtlicher Vereinbarung und zum Verkauf von Grundstücken\ngemäss Art. 416 Abs. 1 Ziff. 4 und 9 ZGB:\nZweck der Bestimmung von Art. 416 ZGB ist es, bei Angelegenheiten von einer gewissen\nTragweite vorsorglich Fehler der Beistandsperson zu vermeiden und die Interessen der\nverbeiständeten Person optimal zu sichern. Beim Abschluss von Vergleichen ist die Gefahr der Benachteiligung der schwächeren Partei gross, weshalb sie Art. 416 ZGB ohne\nRücksicht auf Inhalt und Tragweite der Genehmigungspflicht unterstellt (E. 16.1).\nSchliesst eine Beiständin für die verbeiständete Person einen gerichtlichen Vergleich ab\nund ist sie im Gerichtsprozess zusätzlich durch eine Anwältin vertreten, kommt der KESB\neine eingeschränkte Prüfpflicht zu. Die KESB als Fachverwaltungsbehörde darf sich auf\ndie Einschätzung einer juristischen Fachperson verlassen, insbesondere da die Anwältin\nauftragsrechtlich und standesrechtlich zur Interessenwahrung ihrer Klientin verpflichtet ist\nund zusätzlich der Anwaltsaufsichtsbehörde untersteht. Sie hat erst dann die Zustimmung\nzu verweigern, wenn die Vereinbarung offensichtlich gegen die Interessen der verbeiständeten Person verstossen würde (E. 16.2).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1.\n1.1 Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Oberland West (nachfolgend:\nVorinstanz) errichtete für H.________ (nachfolgend: Betroffene, Verbeiständete)\nmit Entscheid vom 18. Januar 2016 eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkom-\nmens- und Vermögensverwaltung gemäss Art. 394 Abs. 1 i.V.m. Art. 395 Abs. 1\ndes Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210). Als Beiständin wurde\nJ.________, Sozialdienst Saanenland, ernannt.\n1.2 V-H.F.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) ist die Tochter von\nH.________. Sie klagte ihre Mutter vor dem Regionalgericht Oberland auf eine Lidlohnforderung in Höhe von CHF 83‘750.00 zuzüglich Zins von 5 % seit 9. Oktober\n2017 ein (Verfahren CIV U.________).\n1.3 Mit Entscheid vom 2. November 2017 erteilte die Vorinstanz der Beiständin die\nZustimmung zur Prozessführung mit Substitutionsrecht, um die Interessen der Betroffenen im zivilrechtlichen Verfahren betreffend Lidlohnforderung zu wahren. Die\nBeiständin bevollmächtigte sodann für das Zivilverfahren Fürsprecher und Notar\n\n"}