{"Signatur": "BE_OG_001", "Spider": "BE_ZivilStraf", "Datum": "2019-08-07", "PDF": {"Datei": "BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2019-280_2019-08-07.pdf", "URL": "https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribunapublikation/tribunavtplus/ServletDownload/KES_2019_280_323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778bc2a1ef4dbf19166dddd6dc6ceaf3450e12dd3507bba69098b6ee7b949ec40a2f32c8dc216543a784bd03a2ef638fe4e?path=323719a1159f182ebd8af5cfa97b333ff61114ecd421be6d2c393d33132eb663dc9daec69bda9215d03ee54d8043e778bc2a1ef4dbf19166dddd6dc6ceaf3450e12dd3507bba69098b6ee7b949ec40a2f32c8dc216543a784bd03a2ef638fe4e&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=KES_2019_280", "Checksum": "ae8afaa26ccb319f73d9ab1cd4664003"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["KES 2019 280"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern 07.08.2019 KES 2019 280"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile 07.08.2019 KES 2019 280"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern 07.08.2019 KES 2019 280"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Bern Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Berne Cour suprême Chambres civile"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Berna Obergericht Zivilkammern"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "2. 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August 2019\n\nBesetzung Oberrichter Schlup (Referent), Oberrichterin Grütter und\nOberrichter Hurni\nGerichtsschreiberin Hostettler\n\nVerfahrensbeteiligte A.________\nvertreten durch Rechtsanwältin B.________\nBeschwerdeführer\n\ngegen\n\nC.________\nvertreten durch Rechtsanwalt D.________\nBeschwerdegegnerin\n\nKindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Seeland,\nStadtplatz 33, Postfach 29, 3270 Aarberg\nVorinstanz\n\nGegenstand Abweisung des Antrags von A.________ auf Abänderung der\nbestehenden Obhutsregelung (Wohnsitzverlegung)\n\nBeschwerde gegen den Kammerentscheid der Kindes- und\nErwachsenenschutzbehörde (KESB) Seeland vom 18. März 2019\n(11525771/2018-5312)\nRegeste:\n\nZuständigkeit; Kompetenzattraktion; Art. 298d ZGB\n\nDie Gesetzesänderung vom 1. Januar 2017 in Bezug auf die Zuständigkeit (Kompetenzattraktion; Art. 298d Abs. 1 und 2 ZGB) wollte den Parteien nicht ermöglichen, einen Entscheid der KESB abzuwarten, um im Anschluss daran (statt ein Beschwerdeverfahren\neinzuleiten) beim Gericht eine Unterhaltsklage einzureichen, wenn sie mit dem Entscheid\nder KESB nicht einverstanden sind (E. 13.4.1).\n\nSolange noch kein (erstinstanzlicher) Entscheid der KESB vorliegt, kann beim zuständigen\nRegionalgericht Klage eingereicht werden und das Regionalgericht hat diesfalls auf die\nKlage einzutreten. Gleichzeitig entfällt die Zuständigkeit der KESB. Liegt hingegen bereits\nein Entscheid der KESB vor, dann bleibt das Verfahren auf der «verwaltungsrechtlichen\nSchiene» (KESB bzw. KESGer) fixiert, bis ein rechtskräftiger Entscheid vorliegt (E. 13.4.4).\n\nErwägungen:\n\nI.\n\n1.\n1.1 E.________, geb. ________ 2015, ist der gemeinsame Sohn der nicht miteinander\nverheirateten Eltern C.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin oder Kindsmutter) und A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer oder Kindsvater).\n1.2 Nach ihrer Trennung vereinbarten die Parteien in der gerichtlich genehmigten Vereinbarung vom 21. März 2016 die gemeinsame elterliche Sorge sowie die alternierende Obhut für E.________. Im Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung lebten die Eltern beide noch in F.________. Im Oktober 2017 zog die Kindsmutter\nnach G.________ in den Kanton Bern. Der Kindsvater erklärte sich mit der Verlegung des Wohnsitzes seines Sohnes nach G.________ einverstanden.\n\n2. Mit Schreiben vom 1. Oktober 2018 beantragte der Beschwerdeführer bei der\nKESB Seeland (nachfolgend: Vorinstanz oder KESB), dass E.________ seinen\nWohnsitz bei ihm in H.________ haben und dort beschult werde solle sowie, dass\ndie Vereinbarung betreffend die gemeinsame elterliche Sorge vom 21. März 2016\neingehalten werden solle.\n\n3. Mit Kammerentscheid vom 18. März 2019 wies die Vorinstanz den Antrag des Beschwerdeführers ab, forderte die Eltern zu einem Mediationsversuch auf und empfahl, Themenbereiche bzgl. elterlicher Kommunikation und Betreuungsanteile im\nRahmen der Mediation zu bearbeiten. Das Verfahren wurde bezüglich der konkreten Ausgestaltung der alternierenden Obhut und der Anordnung einer Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB, SR\n210] für die Dauer der Mediation sistiert.\n\n2\n4. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin B.________, mit Eingabe vom 17. April 2019 (Postaufgabe am gleichen Tag;\npag. 1 ff.) beim Kindes- und Erwachsenenschutzgericht (KESGer) Beschwerde und\nstellte folgende Anträge:\n« 1. Annuler le chiffre 1 de la décision du 18 mars 2019 de la Kindes- und\nErwachsenenschutzbehörde (KESB) - Seeland;\n\n2. Partant, ordonner le transfert du domicile de l’enfant E.________ chez son père, A.________,\nlui-même domicilé H.________;\n3. Subsidiarement, renvoyer la cause à la Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) -\nSeeland pour complément d’instruction et nouvelle décision dans le sens de la motivation du\nprésent recours;\n4. Avec suite de frais judiciaires et dépens.»\n\nZudem stellte Rechtsanwältin B.________ den Antrag, es seien I.________\n(Gross-mutter mütterlicherseits von E.________), J.________ (Partner der Kindsmutter) und K.________ (Partnerin des Kindsvaters) anzuhören.\n\n5. In ihrer Vernehmlassung vom 14. Mai 2019 (pag. 33 ff.) beantragte die Vorinstanz,\ndie Beschwerde sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beschwerdeführers vollumfänglich abzuweisen.\n\n"}